Positive Signale vom heimischen Bankenplatz im ersten Halbjahr

Die Halbjahreszahlen der VP Bank, der LGT und der Liechtensteinischen Landesbank zeigen, dass die heimischen Banken auf Kurs sind. Und so dürfte es auch weitergehen – Vorausgesetzt, dass sich nichts gravierend ändert.

Halbjahreszahlen Banken«VP Bank steigert Gewinn massiv», «LGT steigert Gewinn deutlich», «LLB-Gruppe steigert Gewinn» – bereits die Schlagzeilen des «Volksblatts» in dieser Woche machen deutlich, dass die ersten sechs Monate des laufendes Jahres arbeitsintensiv, aber auch lukrativ waren. «Die Halbjahreszahlen der liechtensteinischen Banken sind erfreulich und stimmen uns optimistisch», kommentiert Simon Tribelhorn, Geschäftsführer des Liechtensteinischen Banken­verbandes (LBV), gegenüber dem «Volksblatt». Die Institute konnten durchs Band ihre Gewinne steigern, dies in einem nach wie vor angespannten und sowohl ökonomisch als auch währungspolitisch volatilen Umfeld. «Die Aufhebung des Euro-Mindestkurses und die Einführung von Negativzinsen haben sich allerdings auf die Vermögenswerte ausgewirkt, die teilweise zurückgegangen sind», so Tribelhorn. Erfreulich sei aber, dass auch im ersten Halbjahr Neukunden gewonnen werden konnten. «Was den bereits erbrachten Vertrauensbeweis der vergangenen Jahre in unsere Banken erneut unterstreicht.»

HOHE EIGENKAPITALDECKEN

Wie der Bankenverband verdeutlicht, setzen die liechtensteinischen Banken klar auf Wachstum und verfolgen weiterhin eine Expansionsstrategie. «Eine Konsequenz daraus ist die teilweise erfolgte Aufstockung im Personalbereich, was wirtschaftspolitisch immer eine gute Nachricht ist», so Tribelhorn. Dies lasse auch auf gesunde Unternehmen schlies­sen, vor allem da der Know-how-Zuwachs sich nicht allein auf Regulierungsfragen beschränke, sondern in aquisitions- und dienstleistungsstarke Mitarbeitende investiert werde. Ein weiteres Zeichen für Stabilität und gesunde Unternehmen sei die ausserordentlich hohe Eigenkapitaldecke, die auch im 1. Halbjahr 2015 einmal mehr gestärkt werden konnte und durchschnittlich bei 20 Prozent liegt. Im Hinblick auf das zweite Quartal will die LGT weiter in die Expansion und in die Investmentmanagement-Kompetenz investieren. Mit Blick auf die hohen Eigenmittel liebäugelt die VP Bank mit weiterem Wachstum durch gezielte Akquisitionen. Bei der LLB konzentriert man sich weiterhin auf die Umsetzung der Strategie Focus2015, denkt aber bereits auch darüber hinaus. Aufseiten des Bankenverbandes fällt der Ausblick für das zweite Halbjahr neutral bis positiv aus, sofern sich die aktuellen Rahmenbedingungen nicht wesentlich ändern sollten. Unabhängig davon geht der LBV aber davon aus, dass die Banken mit ihren Erfahrungen – insbesondere der vergangenen Jahre – auch auf schwierigere Situationen vorbereitet sind. «So waren unsere Banken bereits bei der Krise 2008 nur bedingt betroffen und nicht auf plötzliche staatliche Nothilfen angewiesen, da sie nicht in hochriskante Anlagen investiert haben, sondern nachhaltige Strategien ihre Unternehmenspolitik prägen», verdeutlicht Simon Tribelhorn.

Quelle: Holger Franke, Liechtensteiner Volksblatt

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