Liechtensteiner Business-Angel-Club startet 2016

Anlässlich des Liechtensteiner Investitionsmarkts (LIM) wurde die Gründung eines Liechtensteiner Business-Angel-Club angekündigt. Der LIM als Veranstaltung bringt jährlich Startups mit potenziellen Kapitalgebern und Entscheidern zusammen

Der Business-Angel-Club soll laut Urs Sprenger im ersten Quartal 2016 aufgesetzt werden. Sprenger, mitunter Verwaltungsratspräsident der Neutrik AG, betonte anlässlich des LIM, das Netzwerk aus interessierten Investoren solle eine koordiniertere Unterstützung von Unternehmensideen der Region ermöglichen. „Wo gute Ideen mit guten Leuten zusammen kommen, lohnt eine Investition. Wenn es dann um die Standortfrage geht, ist Liechtenstein als ‚Schweiz Plus‘ eine sehr gute Option“, sagte Sprenger. Einer der Gründe sei die Zugehörigkeit Liechtensteins zu zwei Wirtschaftsräumen.

Als Hauptredner des LIM 2015 zeigte Patrick Warnking, Chef von Google Schweiz, innovationstreibende Trends auf. Der Liechtensteiner Unternehmer Adrian Hilti stellte die internationale Erfolgsgeschichte der Lernsoftware Busuu vor. Darüberhinaus konnten sich Gründer den Investoren präsentieren: Aus Liechtenstein die Coobx AG mit Sitz in Balzers, die additive Fertigungslösungen fertigt und vertreibt, die Dropjet Technology AG mit ihrem digitalen Printsystem und die Pantec Biosolutions AG aus Ruggell. Letzere stellte ein Lasergerät vor, das ermöglicht, Medikamente über die Haut zu verabreichen.

Der Liechtensteiner Investitionsmarkt versteht sich als professionelle Vernetzungs- und Imageplattform am Standort Liechtenstein und hat zum Ziel, den internationalen Wirtschaftsstandort zu unterstützen. Er steht unter dem Patronat der Regierung und wird organisiert durch die Skunk AG.

Quelle: Liechtenstein Marketing

Start-ups präsentieren sich am LIM vor rund 200 Gästen

Am Liechtensteiner Investitionsmarkt haben am Dienstag, 24. November 2015, sechs Start-ups aus Liechtenstein, der Schweiz und Tschechien ihre Geschäftsideen vor rund 200 Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft präsentiert. An der Tagung sprachen unter anderem Google-Schweiz-Geschäftsführer Patrick Warnking, Standortförderer Remo Daguati und Liechtensteiner Start-up-Förderer.

Investitionsmarketing SAL Schaan

Adrian Hilti, Urs Sprenger, Patrick Warnking, Landtagspräsident Albert Frick, Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer, S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, Christian Hausmann, Christian Wolf

Zum vierten Mal hat der Verein Liechtensteiner Investitionsmarkt eine Tagung organisiert, um Unternehmen auf Kapitalsuche mit Investoren zusammenzubringen. Eröffnet wurde der LIM von Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister Thomas Zwiefelhofer. Höhepunkt der Tagung war der Auftritt von Patrick Warnking, Geschäftsführer von Google Schweiz. Warnking beleuchtete das enorme Zukunftspotenzial von digitalen Geschäftsmodellen und ging dabei auch auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ein. Anschliessend diskutierten Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung darüber, warum sich Investitionen am Wirtschaftsstandort Schweiz und Liechtenstein nach wie vor lohnen. An der Gesprächsrunde nahmen Standortförderer Remo Daguati (Switzerland Global Enterprise), Unternehmer Urs Sprenger (Neutrik) und Start-up-Coach Christian Wolf (BDO) teil. Schliesslich erklärte der Liechtensteiner Adrian Hilti, wie er die Lernsoftware Busuu mitgründete und erfolgreich Investoren für sein Start-up gewinnen konnte.

Innovative Geschäftsideen

Im Mittelpunkt der Tagung standen die Präsentationen der Start-ups. Sieben Jungunternehmen auf Kapitalsuche konnten ihre Geschäftsidee im Rahmen von Pitches vorstellen. Dazu gehörten auch drei Start-ups aus Pantec Biosolutions, Dropjet und Coobx aus Liechtenstein. Das Ruggeller Unternehmen Pantec Biosolutions beispielsweise entwickelt ein neues Lasergerät für die Medizinaltechik. Das Gerät soll dabei helfen, Medikamente über die Haut zu verabreichen und Hautprobleme zu behandeln.

Zum Abschluss der diesjährigen Tagung stellte Roland Betschart von der Zurich Versicherung den Klimapreis 2015/2016 vor. An diesem Wettbewerb, welcher sich speziell auch an Start-ups richtet, werden jedes Jahr die besten Klimaprojekte in der Schweiz und Liechtenstein gekürt. Beim grosszügigen Networking-Apéro bot sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausserdem die Gelegenheit, weitere Start-ups an ihren Ständen zu besuchen und Erfahrungen auszutauschen. An der Tagung über 200 Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft teil. Die Veranstaltung steht unter dem Patronat der Liechtensteiner Regierung und wird von zahlreichen Partnern unterstützt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Verein Liechtensteiner Investitionsmarkt.

Quelle: Regierung Liechtenstein

Regierungschef will optimale Rahmenbedingungen

Unter dem Thema «Erfolgsfaktor Innovation» hat Regierungschef Adrian Hasler im Kokon Corporate Campus in Ruggell seine Initiative zu Föderung der Innovation in Liechtenstein vorgestellt.

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Unterhalten sich angeregt: Frank Thelen und Regierungschef Adrian Hasler. (Fotos: Michael Zanghellini/Eddy Risch)

Start-ups brauchen eine gut präparierte Piste

Der rasante technische Fortschritt eröffnet unzählige neue Möglichkeiten für Menschen mit Ideen. Jene, die sich an alte Strukturen klammern, sind dagegen schnell weg vom Fenster. Das ist die Quintessenz der Veranstaltung «Impuls Liechtenstein» im Kokon in Ruggell.

Wer sich in der heutigen Zeit nicht dauernd neu erfindet, der wird gnadenlos abgehängt. Das gilt für alle Wirtschaftszweige. Insbesondere die Banken müssen sich in den nächsten Jahren warm anziehen. Referent Frank Thelen geht davon aus, dass in vier bis sieben Jahren die Bankenwelt völlig anders aussehen wird. Es gebe unzählige kleine Start-ups, die mit smarten Onlinelösungen zum Angriff auf die Grossbanken blasen würden. «Leute mit Hirn können heute ganze Industrien umwerfen», ist Frank Thelen überzeugt.

Optimale Rahmenbedingungen

Regierungschef Adrian Hasler hat die Zeichen der Zeit erkannt und mit der Veranstaltung in Ruggell einen ersten Impuls gesetzt, um das Thema Innovation breiter zu diskutieren. Im Zentrum seiner Innovationsoffensive steht eine besondere Gesellschaftsform, die sogenannte «Liechtenstein Venture Cooperative» kurz LVC. Diese Rechtsform erntete von den Podiumsteilnehmern grossen Zuspruch, insbesondere Thomas Vogt, Gründer und CEO der Firma Adlos AG in Balzers, outete sich als grosser Fan: «Was ist die LVC – das ist eine Zusammenführung von guten Ideen und klugen Köpfen.» Auch Frank Thelen sieht in dieser Rechtsform grosses Potenzial: «Ich glaube, das ist eine super Sache. Damit wird das Gründen von Firmen einfach und effektiv.» Wenn jemand eine gute Idee habe, dann brauche er eine Autobahn, die Politik dürfe da nicht in Form von administrativen Hürden Steine in den Weg legen. Dem pflichtete auch Oliver Oehri, Founding Partner der CSSP AG in Vaduz, bei: «Als wir unsere Firma gegründet haben, da wollten wir innovativ sein. Wir wollten uns nicht mit administrativen Problemen beschäftigen.» Adrian Hasler betonte, dass die Regierung mit dieser LVC genau hier ansetzen wolle. Die Regierung stelle online verschiedene Formulare bereit, damit Gründer ohne grossen administrativen Aufwand und ohne hohes Startkapital, aber mit einer gewissen Rechtssicherheit, sofort mit der Arbeit beginnen können. Wenn das Start-up dann eine gewisse Flughöhe erreicht habe, dann könne es in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Aber am Anfang will der Regierungschef hier die Hürden und Auflagen bewusst möglichst klein halten. Frank Thelen sieht hier für Liechtenstein eine grosse Chance: «Liechtenstein ist ein schönes Land – ein sehr attraktiver Standort mit stabilen Rahmenbedingungen. Ich glaube, dass die Leute wirklich hierher kommen wollen.»

«Leute mit Hirn können heute ganze Industrien umwerfen.»

Frank Thelen
Unternehmer – CEO e42

Nicht studieren – tun

In Liechtenstein sollen aber nicht nur die rechtlichen Rahmenbedingungen optimiert werden, sondern junge Menschen werden direkt zum Unternehmertum trainiert und angeleitet. Das macht die Uni mit Lehrgängen mit dem Schwerpunkt Entrepreneurship (Unternehmertum). «Wir haben an der Uni ein Programm entwickelt, das es erlaubt, nicht nur über das Gründen zu reden, sondern es auch zu tun. Schliesslich kann man Gründen nicht studieren, man kann es nur machen», erklärte Christian Marxt, Inhaber des Lehrstuhls für Technologie und Entrepreneurship. Zwar scheitere die Hälfte der Studenten mit der ersten Idee grandios, aber auch das sei Teil des Lernprozesses.

Scheitern ist eine Option

Diese Lektion hat Frank Thelen in jungen Jahren selbst gelernt. Auch er hat ein zuerst gut funktionierendes Unternehmen in den Sand gesetzt und war dann nach der Jahrtausendwende mit einer Million Mark verschuldet. Er habe mit seinem privaten Vermögen gehaftet und das sei eine sehr bittere Erfahrung für ihn als jungen Mann gewesen. Seine Botschaft an junge Firmengründer: «Geht niemals unter null. Bedenkt aber, Scheitern ist eine Option, Scheitern gehört auch mit dazu.» Mittlerweile hat er diverse neue Start-ups gegründet und für viele Millionen verkauft. Hinter seinem Erfolg steckt jedoch harte Arbeit: «Eines muss man sich bewusst sein, wenn man ein Unternehmen gründet, dann hat das Unternehmen Priorität eins – Familie und Freunde stehen hinten an. Das ist ein hartes Thema, aber das ist so. Ein Halbzeitding wird nicht funktionieren unter 14 Stunden am Tag geht da nichts.» Diese Erfahrung teilt auch Thomas Vogt: «Es ist wirklich kein Teilzeitjob. Es ist vollgas.»

Volksblatt-Beitrag als PDF herunterladen

Quelle: Doris Quaderer, Liechtensteiner Volksblatt

Schweizer Online-Kunden kaufen am liebsten auf Rechnung

Beim Online-Einkauf ist die Schweizer Kundschaft kaum von einer Bestellung per Rechnung abzubringen. Das geht aus neuen Verbandszahlen zum Versandhandel hervor. Demnach wählen über 80 Prozent der Käufer im Online-Handel die Rechnung als Zahlungsmethode.

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Die Zah­lungsmög­lich­keiten mit der Kreditkarte werden ständig erweitert (Cashless).

Lediglich 12 Prozent der Schweizer Interneteinkäufe erfolgen mit der Kreditkarte, wie Patrick Kessler, Verbandspräsident des Schweizerischen Versandhandels, am Mittwoch an einem Medienanlass in Zürich erläuterte. Rund 4 Prozent würde über Debitkarten beziehungsweise über Vorauskasse abgewickelt.

Im Ausland zeigt sich dagegen ein völlig anderes Bild. Laut Kessler liegen jenseits der Schweizer Landesgrenzen die Zahlungen mit Kreditkarten hoch im Trend. Über 90 Prozent der Einkäufe im Online-Handel erfolgen mit dem Plastikgeld. Die Zahlungsmethoden per Rechnung sowie Debitkarten oder Vorauskasse spielten fast keine Rolle. In der Schweiz schlummere bei Kreditkartenzahlungen deshalb noch viel Potenzial.

Als Gründe für das besondere Einkaufsverhalten der Schweizer führte er ausserdem an, dass die Rechnung quasi ein helvetisches Kulturgut zu sein scheint. Zudem änderten Kunden ihre Zahlungsgewohnheiten nur sehr langsam. Dabei spielten insbesondere Faktoren wie Vertrauen und Technologie ein grosse Rolle.

Zwar entscheidet bei einem Online-Einkauf der Kunde über seine Zahlungsmethode, allerdings könnten Händler – etwa mit Rabatten oder Zuschlägen – die Auswahl beeinflussen.

2014 hat sich der Online-Bestellwert in der Schweiz um rund 11 Prozent auf zirka 6 Milliarden Franken gegenüber dem Vorjahr erhöht. Bei diesen Zahlen ist allerdings zu berücksichtigen, dass gerade Preisnachlässe im Internet für Schweizer Kundschaft dazu führen, dass der Bestellwert nicht so stark steigt, wie das eigentliche Einkaufsvolumen.

Quelle: Liechtensteiner Volksblatt

Industriebetriebe hoffen auf Digitalisierung

Schweizer Industrieunternehmen wittern mit der zunehmenden Digitalisierung Morgenluft. Die meisten verbinden das Thema Industrie 4.0 mit wirtschaftlichem Erfolg. Allerdings setzt nur ein kleiner Teil der Firmen die Industrie 4.0 um.
In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Unternehmensberatung Staufen gaben 36 Prozent der befragten Unternehmen an, sich noch nicht konkret mit Industrie 4.0 beschäftigt zu haben.
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Mensch, Maschine und Internet verändern die Produktion und lassen die Industrie auf neuen Schwung hoffen (Symbolbild). (KEYSTONE/GAETAN BALLY)

36 Prozent sagten aus, das Thema sei in der Beobachtungs- und Analysephase. Nur 4 Prozent setzt Industrie 4.0 bereits um und nur 4 Prozent testet oder plant neue umfassende Systeme. 18 Prozent haben mit Einzelprojekten begonnen.

Zugleich sind 80 Prozent überzeugt, dass sie durch den Umbau zur intelligenten Fabrik wirtschaftlich erfolgreicher werden. Zwei von drei Unternehmen erwarten Verbesserungen für die eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie einen Wandel in der Zusammensetzung der Belegschaft. Jedes zweite Unternehmen rechnet in den nächsten fünf Jahren mit neuen Geschäftsmodellen und Produkten.

Bedeutung spät erkannt

Die Unternehmen geben sich zugleich selbstkritisch: 75 Prozent sind der Meinung, die Wirtschaft insgesamt habe die Bedeutung von Industrie 4.0 bisher unterschätzt.

Nicht viel weiter sind die deutschen Unternehmen: Auch in Deutschland setzen nur 4 Prozent der befragten Unternehmen Industrie 4.0 um, fünf Prozent testen oder planen Systeme, immerhin 19 Prozent haben sich bereits konkret mit dem Thema beschäftigt.

Für die Studie wurden im vergangenen Sommer 329 Industrieunternehmen aus Deutschland, der Schweiz und China befragt. Aus der Schweiz stammen 50 Unternehmen, die grösstenteils im Maschinen -und Anlagenbau tätig sind.

Mit der Industrie 4.0 ist die zunehmende Digitalisierung der Industrie gemeint. Virtuelle und physische Welten wachsen zusammen. Diese neuen Technologien werden als Revolution angesehen. Industrie 4.0 ist somit als Fortsetzung zu verstehen nach der Mechanisierung im 18. Jahrhundert, der Elektrifizierung im 20. Jahrhundert und der Automatisierung in den 1970-er Jahren. Der Begriff Industrie 4.0 ist in Deutschland entstanden.

Quelle: (sda), Liechtensteiner Vaterland

Innovationslandkarte zur Startup- und KMU-Förderung präsentiert

Seit Jahren widmet sich eine Reihe von Organisationen und Initiativen der Generierung von Ideen, dem Coaching und Mentoring von Ideenträgern, dem Erstellen von Businessplänen für Unternehmensgründer, der Finanzierung von Startup-Unternehmen und der Begleitung von Innovation generell. Langjährige, bewährte staatliche Förderinstrumente wie etwa die Exports- und Innovationschecks oder die Beteiligung Liechtensteins am Forschungszentrum RhySearch stehen neben privaten Initiativen wie etwa dem Ideenkanal oder dem staatlich unterstützten Businessplan-Wettbewerb der Universität Liechtenstein.

Zusammenführen der verschiedenen Initiativen

Unter dem Dach der Standortstrategie unterstützt das Wirtschaftsministerium viele der erwähnten Initiativen ideell und auch finanziell. In den vergangenen 12 Monaten hat Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer mit den Trägern der verschiedenen Projekte Gespräche dahingehend geführt, dass die verschiedenen Plattformen und Förderinstrumente weiter aufeinander abgestimmt werden und gemeinsam Teil einer Innovationslandkarte Liechtensteins werden.

Medienorientierung -Ankündigung Liechtensteiner Investitionsmarkt undweitere Wirtschaftsthemen

Medienorientierung -Ankündigung Liechtensteiner Investitionsmarkt und weitere Wirtschaftsthemen am 17. November 2015 mit Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer Foto: ikr, Brigitt Risch, schaan

Ideenkanal, Businessplan Wettbewerb und Investitionsmarkt

Als konkrete Beispiele wichtiger Teile in der liechtensteinischen Innovationslandschaft präsentierten Vertreter von Ideenkanal, vom Businessplan Wettbewerb und vom Verein Liechtensteiner Investitionsmarkt (LIM) ihre jeweiligen aktuellen Konzepte. Während der LIM kommenden Dienstag, 24.11., im SAL in Schaan stattfindet und bereits zum vierten Mal kapitalsuchende Unternehmen mit Investoren zusammenbringt, präsentierten die Vertreter von Ideenkanal und Businessplan Wettbewerb ihre neuen Konzepte für die Durchführung 2016. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Inneres, Justiz und Wirtschaft wurden die bereits viele Jahre erfolgreich laufenden Projekte auf ihre Ziele hin überprüft und noch besser aufeinander abgestimmt. Zudem wurde alles in Zusammenhang mit bestehenden staatlichen Förderinstrumenten gesetzt und in einer Gesamtschau dargestellt. „Bewährte private Initiativen wie etwa der Ideenkanal oder der LIM unterstützt das Wirtschaftsministerium gerne, und ermöglicht damit ein koordiniertes Vorgehen von Staat und Privaten. Der Staat trägt durch flankierende Massnahmen, wie etwa die schon seit vielen Jahren erfolgreiche Emission von Innovationschecks oder die Beteiligung am Forschungs- und Innovationszentrum RhySearch zu einem innovationsfreundlichen Klima bei.“ sagte Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister Thomas Zwiefelhofer. Ihm sei es ein Anliegen, die vielen guten und zum Teil seit Jahren bewährten Ideen aufzunehmen und aufeinander abzustimmen.

Quelle: Regierung Liechtenstein

Wirtschaftsforum 2015: Effizienz und Vertrauen

Rund 450 Gäste lauschten am gestrigen Wirtschaftsforum in Vaduz den amüsanten, scharfsinnigen und interessanten Ausführungen der Referenten.
Carla Del Ponte, Philippe Gaydoul sowie Bernhard Heussler wussten mit ihren Auftritten zu überzeugen und mit anschaulichen Beispielen aus ihrem Berufsleben aufzuzeigen, wie sie täglich von Neuem Spitzenleistungen auf Topniveau erbringen können. Dabei zeigte sich: Hungrig sind sie alle noch – auch wenn sie schon grosse Erfolge feiern durften.
Gruppenbild mit den Referenten: Daniel Bargetze, CEO Vaduzer Medienhaus AG, Philippe Gaydoul, CEO Gaydoul Group, Bernhard Heusler, Präsident des FC Basel, Carla Del Ponte, ehemalige Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes, Gert Risch, Gründer Labor Risch und Yves Hollenstein, Chefredaktor «Wirtschaft regional». (Daniel Schwendener)

Gruppenbild mit den Referenten: Daniel Bargetze, CEO Vaduzer Medienhaus AG, Philippe Gaydoul, CEO Gaydoul Group, Bernhard Heusler, Präsident des FC Basel, Carla Del Ponte, ehemalige Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes, Gert Risch, Gründer Labor Risch und Yves Hollenstein, Chefredaktor «Wirtschaft regional». (Daniel Schwendener)

Daniel Bargetze, der frischgebackene CEO der Vaduzer Medienhaus AG, begrüsste die Besucher in der Spoerry-Halle in Vaduz. Dabei nahm er Bezug auf die Herausforderungen in der Medienbranche. Insbesondere die Digitalisierung zwinge die klassischen Printmedien umzudenken und sich neu zu positionieren. «Die Vaduzer Medienhaus AG ist hungrig genug, diese Challenge zu packen, ohne dabei unsere etablierten Printprodukte zu vernachlässigen», verdeutlichte Bargetze.

Der tägliche Wahnsinn
Den Reigen der Referenten eröffnete Bernhard Heusler, seines Zeichens Präsident des FC Basel, des momentan mit Abstand erfolgreichsten Fussballclubs der Schweiz. Eindrucksvoll beschrieb er den täglichen Wahnsinn im Fussballgeschäft. Dabei habe der FC Basel auch mit einem Luxusproblem zu kämpfen: «Man kann sich auch zu Tode siegen.» Vertrauen sei deshalb das Fundament, um im Team erfolgreich zu sein. Dazu gehöre das Vertrauen in seine Mitspieler und Mitarbeiter genau so wie das eigene Selbstvertrauen.

Sich nicht zu wichtig nehmen
Über eine gesunde Portion Selbstvertrauen verfügt auch Philippe Gaydoul. Doch obwohl der ehemalige Denner-Chef und heutige Topunternehmer zu den schillernden und mitunter auch zu den reichsten Persönlichkeiten der Schweiz zählt, nehme er sich selber nicht zu ernst. «Ich bin nicht wichtiger als andere», betonte er im 1:1-Wirtschaftstalk mit «Wirtschaft regional»-Chefredaktor Yves Hollenstein. In seinem Geschäft, dazu gehören die Modemarken Navyboot, Jet Set und Fogal, sei es wichtig, effizient zu sein. «Wir müssen uns ständig fragen, wo und wie wir uns verbessern können», so Gaydoul.

Hungrig nach Gerechtigkeit
Sie sei hungrig, sagte Carla Del Ponte, die als ehemalige Chefanklägerin beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag weit über die Schweizer Grenze hinaus bekannt ist – und zwar nach Gerechtigkeit. Gradlinig und mit einer guten Prise Humor berichtete sie dem Publikum über ihre, auch unangenehmen Erfahrungen während des Krieges in Kosovo.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland

«WhatSolli?!» – App für Geschenksideen

«Was solli?!» oder eben «WhatSolli». Das fragen sich viele, wenn sie jemandem etwas Schönes, Originelles, Leckeres oder einfach Praktisches schenken möchten. Der WhatsAppTM-Geschenkservice vom Hoi-Laden bringt die Suche und das passende Geschenk für die Liebsten, Mitarbeitenden oder Geschäftspartner zusammen.
Der neue Dienst soll dabei helfen, originelle Geschenkideen zu finden.  (pd)

Der neue Dienst soll dabei helfen, originelle Geschenkideen zu finden. (pd)

Dazu tippt man einfach sein Anliegen in eine WhatsAppTM-Nachricht und sendet diese an die «WhatSolli»-Nummer +423 792 66 55 und bekommt einen passenden Geschenkvorschlag.Digitale und doch persönliche Dienstleistung
Seit der Gründung 2013 hat sich «Hoi Liechtenstein» ganz auf selbstkreierte und ausgewählte Produkte mit Bezug zu Liechtenstein spezialisiert – lokal, nachhaltig und einzigartig sollen diese sein. «Der WhatsAppTM-Service ist für uns nun ein weiterer Schritt in der Kunden-Dienstleistung sowie der Test eines zusätzlichen digitalen Angebots neben unserem Online-Shop», sagt Geschäftsführerin Cornelia Wolf. «Wir freuen uns, «WhatSolli» lancieren zu können!» FL1 war an einer Zusammenarbeit sofort interessiert, als sie von der Idee horten. «Wir sind davon überzeugt, dass wir bereits mitten im digitalen Dienstleistungszeitalter stecken.» So der CEO von FL1, Mathias Maierhofer.

Auch wenn der persönliche Augenkontakt fehlt, gilt es die Dienstleistung für den Kunden so nahe und einfach als möglich zu gestalten. Daher wird sich Mobilgeräte in Zukunft mehr über die Mobilgeräte abspielen, welche im Alltag allgegenwärtig sind. Weil der Kontakt aber trotz der Technik persönlich bleiben soll, antwortet beim «WhatSolli»-Geschenkdienst natürlich kein Automatismus, sondern das Hoi-Team aus dem Vaduzer Städtle selber.

Der WhatsAppTM-Service «WhatSolli» ist ab sofort bis zum 24. Dezember unter der Nummer +423 792 66 55 erreichbar. Fragen rund um das Thema «…was solli schenka?» werden von Montag bis Freitag zwischen 10 und 18:30 sowie am Samstag und den Adventssonntagen von 10 bis 16 Uhr beantwortet.

Quelle: (pd), Liechtensteiner Vaterland

Facebook steigert Gewinn auf 891 Mio. Dollar

Der Erfolg von Smartphone-Werbung lässt die Kassen bei Facebook kräftig klingeln. Der Umsatz sprang im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 40,5 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar hoch.

Will sich mit China auseinandersetzen: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Archiv)  (KEYSTONE/AP/ERIC RISBERG)

Will sich mit China auseinandersetzen: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Archiv) (KEYSTONE/AP/ERIC RISBERG)

Der Gewinn stieg trotz hoher Investitionen um elf Prozent auf 891 Millionen Dollar. Im September war im Schnitt gut eine Milliarde Nutzer täglich beim weltgrössten Online-Netzwerk aktiv. Facebook hatte die Marke erstmals im August erreicht. Insgesamt hat der Dienst inzwischen 1,55 Milliarden Mitglieder.

Das Wachstum wurde erneut von der Nutzung auf Smartphones befeuert. Von der Milliarde täglicher Nutzer griffen 894 Millionen über mobile Geräte auf Facebook zu. Der Anteil mobiler Werbung an den Anzeigenerlösen erreichte 78 Prozent nach 66 Prozent vor einem Jahr.

Werbung blieb insgesamt die wichtigste Einkommensquelle von Facebook – im vergangenen Quartal brachte sie 4,3 Milliarden Dollar Umsatz ein. Der Konzern baute in den vergangenen Monaten unter anderem das Geschäft mit Video-Anzeigen aus.

Eine von fünf Online-Minuten bei Facebook

Aktualisierung über die Fortschritte der Facebook-Gemeinschaft, die Welt zu verbinden. (Mark Zuckerberg Facebook-Seite)

Aktualisierung über die Fortschritte der Facebook-Gemeinschaft, die Welt zu verbinden. (Mark Zuckerberg Facebook-Seite)

Dabei gelingt es Facebook, die Nutzer zu mehr Aktivität im Netzwerk zu bewegen. Insgesamt kamen im Jahresvergleich 14 Prozent mehr Mitglieder hinzu – und die Zahl täglicher Nutzer wuchs um 17 Prozent. In den USA werde inzwischen ein von fünf Online-Minuten bei Facebook verbracht, sagte die für das operative Geschäft zuständige Top-Managerin Sheryl Sandberg in der Telefonkonferenz mit Analysten nach Vorlage der Zahlen.

Zu Facebook gehören auch die Foto-Plattform Instagram mit rund 400 Millionen Nutzern sowie die Kurzmitteilungsdienste Messenger und WhatsApp mit jeweils 700 und 900 Millionen Nutzern. Facebook platziert inzwischen Werbung auch bei Instagram, schweigt sich aber darüber aus, wie gross dieses Geschäft ist. Die Frage eines Analysten, wann Facebook auch bei dem im vergangenen Jahr für 22 Milliarden Dollar gekauften WhatsApp mit dem Geldverdienen beginnen könnte, blieb in der Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen unbeantwortet.

Die Aktie legte nach den Zahlen im nachbörslichen Handel um mehr als drei Prozent zu. «Wir hatten ein gutes Quartal und haben eine Menge erledigt», sagte Gründer und Chef Mark Zuckerberg. Die Investitionen erreichten im vergangenen Quartal 780 Millionen Dollar.

Oculus-Brille und China

Das Online-Netzwerk steckt Geld neben dem Ausbau der Infrastruktur für immer grössere Datenmengen unter anderem in die Entwicklung der 3D-Brille Oculus Rift zum Eintauchen in virtuelle Welten und will Milliarden weitere Menschen in Entwicklungsländern ins Internet bringen. Die Oculus-Brille soll Anfang kommenden Jahres auf den Markt kommen. Zuckerberg schränkte zudem ein, dass er mit einem langsamen Wachstum dieses Geschäfts rechne.

Der Gründer betonte, dass Facebook sich irgendwann mit China als Markt werde auseinandersetzen müssen. Man könne nicht die Welt vernetzen wollen und dabei das Land mit den meisten Einwohnern auslassen. Amerikanische Online-Netzwerke sind von dem staatlich kontrollierten Internet in China ausgeschlossen. In Indien brachte Facebook über die Initiative Internet.org rund eine Millionen Nutzer ins Netz, die sonst nicht online gewesen wären, hiess es.

Quelle: (sda/dpa), Liechtensteiner Vaterland

Postfinance-Bezahl-App Twint schweizweit gestartet

Die Bezahl-App der Postfinance mit Namen Twint ist am Dienstag schweizweit gestartet. Twint kann derzeit bei über 1000 Coop-Kassen, in über 250 Läden, Restaurants und Bars verwendet werden.

Einsetzbar ist sie auch im Stade de Suisse in Bern, in den Gastrobetrieben der SV Group und in ersten Poststellen.

Das Bezahl-App Twint wird in einem Zürcher Restaurant benutzt (Archiv).

Das Bezahl-App Twint wird in einem Zürcher Restaurant benutzt (Archiv).

Damit habe man die eigenen Erwartungen übertroffen, erklärte Twint-Chef Thierry Kneissler vor den Medien in Zürich. Beim Start von Twint Anfang August in Bern und Zürich habe man mit lediglich 50 Shops bis zur schweizweiten Lancierung gerechnet.

«Jetzt geht es richtig los», sagte Kneissler. Bis Ende Jahr solle Twint an mindestens 5000 Ladenkassen einsetzbar sein, davon 3000 bei Coop.

Bis im Frühling würden alle Kassen in sämtlichen Coop-Supermärkten ausgerüstet, erklärte Coop-Informatikchef August Harder. Zudem funktionierte Twint bis dahin auch in den Onlineshops von Coop.

Getestet werde die Bezahl-App ebenfalls an den Billetautomaten der SBB im Bahnhof Bern, sagte Kneissler. Überdies sollten es bis Ende Jahr über 1000 Läden sein, in denen mit Twint bezahlt werden könne. Und die Post rüstet in den kommenden Tagen die 80 grössten Poststellen mit Twint aus. Weitere sollen im nächsten Jahr folgen.

Verhandlungen mit Migros

Die Migros ist mit Twint und der Postfinance in Verhandlungen, wie Migros-Sprecher Luzi Weber auf Anfrage sagte. Aus technischer Sicht sei Twint in die Migros-eigene Bezahl-App integrierbar.

Gleichzeitig sind immer mehr Banken an Bord. Neben der Postfinance, der Valiant Bank und der Berner Kantonalbank setzen neu auch die Kantonalbanken von Thurgau, Graubünden, Schaffhausen und Genf auf die Bezahl-App.

Um an der Ladenkasse zu zahlen, verwendet Twint die Funktechnologie Bluetooth, die in den bisherigen Zahlterminals nicht funktioniert. Die Läden müssen deshalb eigene Twint-Terminals kaufen. Kleinere Läden können auch die Twint-Händler-App für den Bezahlvorgang verwenden.

Konkurrenz zu Paymit

Auf den landesweiten Start hin hat Twint den Funktionsumfang erweitert: Neu kann man die App auch einsetzen, um von Handy zu Handy Geld zu überweisen.

Damit macht Twint der Bezahl-App Paymit Konkurrenz, die vom Finanzinfrastrukturanbieter SIX, von mehreren Banken und von der Swisscom betrieben wird. Mit Paymit lassen sich bislang lediglich Geldbeträge zwischen Privatpersonen per Smartphone überweisen und anfordern. Eine Bezahlfunktion kennt die App noch nicht. Daneben bieten weiterhin Startup-Unternehmen, wie die Schweizer Anbieter Mobino, Muume oder Klimpr, eigene Bezahlsysteme an.

Konkurrieren müssen Twint und Paymit längerfristig zwar ohnehin mit internationalen Systemen wie zum Beispiel ApplePay, das in der Schweiz aber noch nicht funktioniert. Dennoch dürfte es entscheidend sein, welches System in den nächsten Monaten am meisten Nutzer und Zahlstellen für sich gewinnen kann, da sich kaum mehrere Systeme parallel etablieren dürften.

Bereits das Handtuch geworfen hatte die Swisscom Anfang August bei ihrer eigenen Bezahl-App Tapit. Der Grund war Erfolgslosigkeit. Der grösste Schweizer Telekomkonzern hat sich seither Paymit angeschlossen.

Quelle: Liechtensteiner Volksblatt