Liechtensteiner Business-Angel-Club startet 2016

Anlässlich des Liechtensteiner Investitionsmarkts (LIM) wurde die Gründung eines Liechtensteiner Business-Angel-Club angekündigt. Der LIM als Veranstaltung bringt jährlich Startups mit potenziellen Kapitalgebern und Entscheidern zusammen

Der Business-Angel-Club soll laut Urs Sprenger im ersten Quartal 2016 aufgesetzt werden. Sprenger, mitunter Verwaltungsratspräsident der Neutrik AG, betonte anlässlich des LIM, das Netzwerk aus interessierten Investoren solle eine koordiniertere Unterstützung von Unternehmensideen der Region ermöglichen. „Wo gute Ideen mit guten Leuten zusammen kommen, lohnt eine Investition. Wenn es dann um die Standortfrage geht, ist Liechtenstein als ‚Schweiz Plus‘ eine sehr gute Option“, sagte Sprenger. Einer der Gründe sei die Zugehörigkeit Liechtensteins zu zwei Wirtschaftsräumen.

Als Hauptredner des LIM 2015 zeigte Patrick Warnking, Chef von Google Schweiz, innovationstreibende Trends auf. Der Liechtensteiner Unternehmer Adrian Hilti stellte die internationale Erfolgsgeschichte der Lernsoftware Busuu vor. Darüberhinaus konnten sich Gründer den Investoren präsentieren: Aus Liechtenstein die Coobx AG mit Sitz in Balzers, die additive Fertigungslösungen fertigt und vertreibt, die Dropjet Technology AG mit ihrem digitalen Printsystem und die Pantec Biosolutions AG aus Ruggell. Letzere stellte ein Lasergerät vor, das ermöglicht, Medikamente über die Haut zu verabreichen.

Der Liechtensteiner Investitionsmarkt versteht sich als professionelle Vernetzungs- und Imageplattform am Standort Liechtenstein und hat zum Ziel, den internationalen Wirtschaftsstandort zu unterstützen. Er steht unter dem Patronat der Regierung und wird organisiert durch die Skunk AG.

Quelle: Liechtenstein Marketing

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Start-ups präsentieren sich am LIM vor rund 200 Gästen

Am Liechtensteiner Investitionsmarkt haben am Dienstag, 24. November 2015, sechs Start-ups aus Liechtenstein, der Schweiz und Tschechien ihre Geschäftsideen vor rund 200 Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft präsentiert. An der Tagung sprachen unter anderem Google-Schweiz-Geschäftsführer Patrick Warnking, Standortförderer Remo Daguati und Liechtensteiner Start-up-Förderer.

Investitionsmarketing SAL Schaan

Adrian Hilti, Urs Sprenger, Patrick Warnking, Landtagspräsident Albert Frick, Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer, S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, Christian Hausmann, Christian Wolf

Zum vierten Mal hat der Verein Liechtensteiner Investitionsmarkt eine Tagung organisiert, um Unternehmen auf Kapitalsuche mit Investoren zusammenzubringen. Eröffnet wurde der LIM von Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister Thomas Zwiefelhofer. Höhepunkt der Tagung war der Auftritt von Patrick Warnking, Geschäftsführer von Google Schweiz. Warnking beleuchtete das enorme Zukunftspotenzial von digitalen Geschäftsmodellen und ging dabei auch auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ein. Anschliessend diskutierten Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung darüber, warum sich Investitionen am Wirtschaftsstandort Schweiz und Liechtenstein nach wie vor lohnen. An der Gesprächsrunde nahmen Standortförderer Remo Daguati (Switzerland Global Enterprise), Unternehmer Urs Sprenger (Neutrik) und Start-up-Coach Christian Wolf (BDO) teil. Schliesslich erklärte der Liechtensteiner Adrian Hilti, wie er die Lernsoftware Busuu mitgründete und erfolgreich Investoren für sein Start-up gewinnen konnte.

Innovative Geschäftsideen

Im Mittelpunkt der Tagung standen die Präsentationen der Start-ups. Sieben Jungunternehmen auf Kapitalsuche konnten ihre Geschäftsidee im Rahmen von Pitches vorstellen. Dazu gehörten auch drei Start-ups aus Pantec Biosolutions, Dropjet und Coobx aus Liechtenstein. Das Ruggeller Unternehmen Pantec Biosolutions beispielsweise entwickelt ein neues Lasergerät für die Medizinaltechik. Das Gerät soll dabei helfen, Medikamente über die Haut zu verabreichen und Hautprobleme zu behandeln.

Zum Abschluss der diesjährigen Tagung stellte Roland Betschart von der Zurich Versicherung den Klimapreis 2015/2016 vor. An diesem Wettbewerb, welcher sich speziell auch an Start-ups richtet, werden jedes Jahr die besten Klimaprojekte in der Schweiz und Liechtenstein gekürt. Beim grosszügigen Networking-Apéro bot sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausserdem die Gelegenheit, weitere Start-ups an ihren Ständen zu besuchen und Erfahrungen auszutauschen. An der Tagung über 200 Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft teil. Die Veranstaltung steht unter dem Patronat der Liechtensteiner Regierung und wird von zahlreichen Partnern unterstützt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Verein Liechtensteiner Investitionsmarkt.

Quelle: Regierung Liechtenstein

Regierungschef will optimale Rahmenbedingungen

Unter dem Thema «Erfolgsfaktor Innovation» hat Regierungschef Adrian Hasler im Kokon Corporate Campus in Ruggell seine Initiative zu Föderung der Innovation in Liechtenstein vorgestellt.

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Unterhalten sich angeregt: Frank Thelen und Regierungschef Adrian Hasler. (Fotos: Michael Zanghellini/Eddy Risch)

Start-ups brauchen eine gut präparierte Piste

Der rasante technische Fortschritt eröffnet unzählige neue Möglichkeiten für Menschen mit Ideen. Jene, die sich an alte Strukturen klammern, sind dagegen schnell weg vom Fenster. Das ist die Quintessenz der Veranstaltung «Impuls Liechtenstein» im Kokon in Ruggell.

Wer sich in der heutigen Zeit nicht dauernd neu erfindet, der wird gnadenlos abgehängt. Das gilt für alle Wirtschaftszweige. Insbesondere die Banken müssen sich in den nächsten Jahren warm anziehen. Referent Frank Thelen geht davon aus, dass in vier bis sieben Jahren die Bankenwelt völlig anders aussehen wird. Es gebe unzählige kleine Start-ups, die mit smarten Onlinelösungen zum Angriff auf die Grossbanken blasen würden. «Leute mit Hirn können heute ganze Industrien umwerfen», ist Frank Thelen überzeugt.

Optimale Rahmenbedingungen

Regierungschef Adrian Hasler hat die Zeichen der Zeit erkannt und mit der Veranstaltung in Ruggell einen ersten Impuls gesetzt, um das Thema Innovation breiter zu diskutieren. Im Zentrum seiner Innovationsoffensive steht eine besondere Gesellschaftsform, die sogenannte «Liechtenstein Venture Cooperative» kurz LVC. Diese Rechtsform erntete von den Podiumsteilnehmern grossen Zuspruch, insbesondere Thomas Vogt, Gründer und CEO der Firma Adlos AG in Balzers, outete sich als grosser Fan: «Was ist die LVC – das ist eine Zusammenführung von guten Ideen und klugen Köpfen.» Auch Frank Thelen sieht in dieser Rechtsform grosses Potenzial: «Ich glaube, das ist eine super Sache. Damit wird das Gründen von Firmen einfach und effektiv.» Wenn jemand eine gute Idee habe, dann brauche er eine Autobahn, die Politik dürfe da nicht in Form von administrativen Hürden Steine in den Weg legen. Dem pflichtete auch Oliver Oehri, Founding Partner der CSSP AG in Vaduz, bei: «Als wir unsere Firma gegründet haben, da wollten wir innovativ sein. Wir wollten uns nicht mit administrativen Problemen beschäftigen.» Adrian Hasler betonte, dass die Regierung mit dieser LVC genau hier ansetzen wolle. Die Regierung stelle online verschiedene Formulare bereit, damit Gründer ohne grossen administrativen Aufwand und ohne hohes Startkapital, aber mit einer gewissen Rechtssicherheit, sofort mit der Arbeit beginnen können. Wenn das Start-up dann eine gewisse Flughöhe erreicht habe, dann könne es in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Aber am Anfang will der Regierungschef hier die Hürden und Auflagen bewusst möglichst klein halten. Frank Thelen sieht hier für Liechtenstein eine grosse Chance: «Liechtenstein ist ein schönes Land – ein sehr attraktiver Standort mit stabilen Rahmenbedingungen. Ich glaube, dass die Leute wirklich hierher kommen wollen.»

«Leute mit Hirn können heute ganze Industrien umwerfen.»

Frank Thelen
Unternehmer – CEO e42

Nicht studieren – tun

In Liechtenstein sollen aber nicht nur die rechtlichen Rahmenbedingungen optimiert werden, sondern junge Menschen werden direkt zum Unternehmertum trainiert und angeleitet. Das macht die Uni mit Lehrgängen mit dem Schwerpunkt Entrepreneurship (Unternehmertum). «Wir haben an der Uni ein Programm entwickelt, das es erlaubt, nicht nur über das Gründen zu reden, sondern es auch zu tun. Schliesslich kann man Gründen nicht studieren, man kann es nur machen», erklärte Christian Marxt, Inhaber des Lehrstuhls für Technologie und Entrepreneurship. Zwar scheitere die Hälfte der Studenten mit der ersten Idee grandios, aber auch das sei Teil des Lernprozesses.

Scheitern ist eine Option

Diese Lektion hat Frank Thelen in jungen Jahren selbst gelernt. Auch er hat ein zuerst gut funktionierendes Unternehmen in den Sand gesetzt und war dann nach der Jahrtausendwende mit einer Million Mark verschuldet. Er habe mit seinem privaten Vermögen gehaftet und das sei eine sehr bittere Erfahrung für ihn als jungen Mann gewesen. Seine Botschaft an junge Firmengründer: «Geht niemals unter null. Bedenkt aber, Scheitern ist eine Option, Scheitern gehört auch mit dazu.» Mittlerweile hat er diverse neue Start-ups gegründet und für viele Millionen verkauft. Hinter seinem Erfolg steckt jedoch harte Arbeit: «Eines muss man sich bewusst sein, wenn man ein Unternehmen gründet, dann hat das Unternehmen Priorität eins – Familie und Freunde stehen hinten an. Das ist ein hartes Thema, aber das ist so. Ein Halbzeitding wird nicht funktionieren unter 14 Stunden am Tag geht da nichts.» Diese Erfahrung teilt auch Thomas Vogt: «Es ist wirklich kein Teilzeitjob. Es ist vollgas.»

Volksblatt-Beitrag als PDF herunterladen

Quelle: Doris Quaderer, Liechtensteiner Volksblatt

Schweizer Online-Kunden kaufen am liebsten auf Rechnung

Beim Online-Einkauf ist die Schweizer Kundschaft kaum von einer Bestellung per Rechnung abzubringen. Das geht aus neuen Verbandszahlen zum Versandhandel hervor. Demnach wählen über 80 Prozent der Käufer im Online-Handel die Rechnung als Zahlungsmethode.

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Die Zah­lungsmög­lich­keiten mit der Kreditkarte werden ständig erweitert (Cashless).

Lediglich 12 Prozent der Schweizer Interneteinkäufe erfolgen mit der Kreditkarte, wie Patrick Kessler, Verbandspräsident des Schweizerischen Versandhandels, am Mittwoch an einem Medienanlass in Zürich erläuterte. Rund 4 Prozent würde über Debitkarten beziehungsweise über Vorauskasse abgewickelt.

Im Ausland zeigt sich dagegen ein völlig anderes Bild. Laut Kessler liegen jenseits der Schweizer Landesgrenzen die Zahlungen mit Kreditkarten hoch im Trend. Über 90 Prozent der Einkäufe im Online-Handel erfolgen mit dem Plastikgeld. Die Zahlungsmethoden per Rechnung sowie Debitkarten oder Vorauskasse spielten fast keine Rolle. In der Schweiz schlummere bei Kreditkartenzahlungen deshalb noch viel Potenzial.

Als Gründe für das besondere Einkaufsverhalten der Schweizer führte er ausserdem an, dass die Rechnung quasi ein helvetisches Kulturgut zu sein scheint. Zudem änderten Kunden ihre Zahlungsgewohnheiten nur sehr langsam. Dabei spielten insbesondere Faktoren wie Vertrauen und Technologie ein grosse Rolle.

Zwar entscheidet bei einem Online-Einkauf der Kunde über seine Zahlungsmethode, allerdings könnten Händler – etwa mit Rabatten oder Zuschlägen – die Auswahl beeinflussen.

2014 hat sich der Online-Bestellwert in der Schweiz um rund 11 Prozent auf zirka 6 Milliarden Franken gegenüber dem Vorjahr erhöht. Bei diesen Zahlen ist allerdings zu berücksichtigen, dass gerade Preisnachlässe im Internet für Schweizer Kundschaft dazu führen, dass der Bestellwert nicht so stark steigt, wie das eigentliche Einkaufsvolumen.

Quelle: Liechtensteiner Volksblatt

Industriebetriebe hoffen auf Digitalisierung

Schweizer Industrieunternehmen wittern mit der zunehmenden Digitalisierung Morgenluft. Die meisten verbinden das Thema Industrie 4.0 mit wirtschaftlichem Erfolg. Allerdings setzt nur ein kleiner Teil der Firmen die Industrie 4.0 um.
In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Unternehmensberatung Staufen gaben 36 Prozent der befragten Unternehmen an, sich noch nicht konkret mit Industrie 4.0 beschäftigt zu haben.
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Mensch, Maschine und Internet verändern die Produktion und lassen die Industrie auf neuen Schwung hoffen (Symbolbild). (KEYSTONE/GAETAN BALLY)

36 Prozent sagten aus, das Thema sei in der Beobachtungs- und Analysephase. Nur 4 Prozent setzt Industrie 4.0 bereits um und nur 4 Prozent testet oder plant neue umfassende Systeme. 18 Prozent haben mit Einzelprojekten begonnen.

Zugleich sind 80 Prozent überzeugt, dass sie durch den Umbau zur intelligenten Fabrik wirtschaftlich erfolgreicher werden. Zwei von drei Unternehmen erwarten Verbesserungen für die eigenen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sowie einen Wandel in der Zusammensetzung der Belegschaft. Jedes zweite Unternehmen rechnet in den nächsten fünf Jahren mit neuen Geschäftsmodellen und Produkten.

Bedeutung spät erkannt

Die Unternehmen geben sich zugleich selbstkritisch: 75 Prozent sind der Meinung, die Wirtschaft insgesamt habe die Bedeutung von Industrie 4.0 bisher unterschätzt.

Nicht viel weiter sind die deutschen Unternehmen: Auch in Deutschland setzen nur 4 Prozent der befragten Unternehmen Industrie 4.0 um, fünf Prozent testen oder planen Systeme, immerhin 19 Prozent haben sich bereits konkret mit dem Thema beschäftigt.

Für die Studie wurden im vergangenen Sommer 329 Industrieunternehmen aus Deutschland, der Schweiz und China befragt. Aus der Schweiz stammen 50 Unternehmen, die grösstenteils im Maschinen -und Anlagenbau tätig sind.

Mit der Industrie 4.0 ist die zunehmende Digitalisierung der Industrie gemeint. Virtuelle und physische Welten wachsen zusammen. Diese neuen Technologien werden als Revolution angesehen. Industrie 4.0 ist somit als Fortsetzung zu verstehen nach der Mechanisierung im 18. Jahrhundert, der Elektrifizierung im 20. Jahrhundert und der Automatisierung in den 1970-er Jahren. Der Begriff Industrie 4.0 ist in Deutschland entstanden.

Quelle: (sda), Liechtensteiner Vaterland

Innovationslandkarte zur Startup- und KMU-Förderung präsentiert

Seit Jahren widmet sich eine Reihe von Organisationen und Initiativen der Generierung von Ideen, dem Coaching und Mentoring von Ideenträgern, dem Erstellen von Businessplänen für Unternehmensgründer, der Finanzierung von Startup-Unternehmen und der Begleitung von Innovation generell. Langjährige, bewährte staatliche Förderinstrumente wie etwa die Exports- und Innovationschecks oder die Beteiligung Liechtensteins am Forschungszentrum RhySearch stehen neben privaten Initiativen wie etwa dem Ideenkanal oder dem staatlich unterstützten Businessplan-Wettbewerb der Universität Liechtenstein.

Zusammenführen der verschiedenen Initiativen

Unter dem Dach der Standortstrategie unterstützt das Wirtschaftsministerium viele der erwähnten Initiativen ideell und auch finanziell. In den vergangenen 12 Monaten hat Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer mit den Trägern der verschiedenen Projekte Gespräche dahingehend geführt, dass die verschiedenen Plattformen und Förderinstrumente weiter aufeinander abgestimmt werden und gemeinsam Teil einer Innovationslandkarte Liechtensteins werden.

Medienorientierung -Ankündigung Liechtensteiner Investitionsmarkt undweitere Wirtschaftsthemen

Medienorientierung -Ankündigung Liechtensteiner Investitionsmarkt und weitere Wirtschaftsthemen am 17. November 2015 mit Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer Foto: ikr, Brigitt Risch, schaan

Ideenkanal, Businessplan Wettbewerb und Investitionsmarkt

Als konkrete Beispiele wichtiger Teile in der liechtensteinischen Innovationslandschaft präsentierten Vertreter von Ideenkanal, vom Businessplan Wettbewerb und vom Verein Liechtensteiner Investitionsmarkt (LIM) ihre jeweiligen aktuellen Konzepte. Während der LIM kommenden Dienstag, 24.11., im SAL in Schaan stattfindet und bereits zum vierten Mal kapitalsuchende Unternehmen mit Investoren zusammenbringt, präsentierten die Vertreter von Ideenkanal und Businessplan Wettbewerb ihre neuen Konzepte für die Durchführung 2016. In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Inneres, Justiz und Wirtschaft wurden die bereits viele Jahre erfolgreich laufenden Projekte auf ihre Ziele hin überprüft und noch besser aufeinander abgestimmt. Zudem wurde alles in Zusammenhang mit bestehenden staatlichen Förderinstrumenten gesetzt und in einer Gesamtschau dargestellt. „Bewährte private Initiativen wie etwa der Ideenkanal oder der LIM unterstützt das Wirtschaftsministerium gerne, und ermöglicht damit ein koordiniertes Vorgehen von Staat und Privaten. Der Staat trägt durch flankierende Massnahmen, wie etwa die schon seit vielen Jahren erfolgreiche Emission von Innovationschecks oder die Beteiligung am Forschungs- und Innovationszentrum RhySearch zu einem innovationsfreundlichen Klima bei.“ sagte Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister Thomas Zwiefelhofer. Ihm sei es ein Anliegen, die vielen guten und zum Teil seit Jahren bewährten Ideen aufzunehmen und aufeinander abzustimmen.

Quelle: Regierung Liechtenstein

Wirtschaftsforum 2015: Effizienz und Vertrauen

Rund 450 Gäste lauschten am gestrigen Wirtschaftsforum in Vaduz den amüsanten, scharfsinnigen und interessanten Ausführungen der Referenten.
Carla Del Ponte, Philippe Gaydoul sowie Bernhard Heussler wussten mit ihren Auftritten zu überzeugen und mit anschaulichen Beispielen aus ihrem Berufsleben aufzuzeigen, wie sie täglich von Neuem Spitzenleistungen auf Topniveau erbringen können. Dabei zeigte sich: Hungrig sind sie alle noch – auch wenn sie schon grosse Erfolge feiern durften.
Gruppenbild mit den Referenten: Daniel Bargetze, CEO Vaduzer Medienhaus AG, Philippe Gaydoul, CEO Gaydoul Group, Bernhard Heusler, Präsident des FC Basel, Carla Del Ponte, ehemalige Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes, Gert Risch, Gründer Labor Risch und Yves Hollenstein, Chefredaktor «Wirtschaft regional». (Daniel Schwendener)

Gruppenbild mit den Referenten: Daniel Bargetze, CEO Vaduzer Medienhaus AG, Philippe Gaydoul, CEO Gaydoul Group, Bernhard Heusler, Präsident des FC Basel, Carla Del Ponte, ehemalige Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofes, Gert Risch, Gründer Labor Risch und Yves Hollenstein, Chefredaktor «Wirtschaft regional». (Daniel Schwendener)

Daniel Bargetze, der frischgebackene CEO der Vaduzer Medienhaus AG, begrüsste die Besucher in der Spoerry-Halle in Vaduz. Dabei nahm er Bezug auf die Herausforderungen in der Medienbranche. Insbesondere die Digitalisierung zwinge die klassischen Printmedien umzudenken und sich neu zu positionieren. «Die Vaduzer Medienhaus AG ist hungrig genug, diese Challenge zu packen, ohne dabei unsere etablierten Printprodukte zu vernachlässigen», verdeutlichte Bargetze.

Der tägliche Wahnsinn
Den Reigen der Referenten eröffnete Bernhard Heusler, seines Zeichens Präsident des FC Basel, des momentan mit Abstand erfolgreichsten Fussballclubs der Schweiz. Eindrucksvoll beschrieb er den täglichen Wahnsinn im Fussballgeschäft. Dabei habe der FC Basel auch mit einem Luxusproblem zu kämpfen: «Man kann sich auch zu Tode siegen.» Vertrauen sei deshalb das Fundament, um im Team erfolgreich zu sein. Dazu gehöre das Vertrauen in seine Mitspieler und Mitarbeiter genau so wie das eigene Selbstvertrauen.

Sich nicht zu wichtig nehmen
Über eine gesunde Portion Selbstvertrauen verfügt auch Philippe Gaydoul. Doch obwohl der ehemalige Denner-Chef und heutige Topunternehmer zu den schillernden und mitunter auch zu den reichsten Persönlichkeiten der Schweiz zählt, nehme er sich selber nicht zu ernst. «Ich bin nicht wichtiger als andere», betonte er im 1:1-Wirtschaftstalk mit «Wirtschaft regional»-Chefredaktor Yves Hollenstein. In seinem Geschäft, dazu gehören die Modemarken Navyboot, Jet Set und Fogal, sei es wichtig, effizient zu sein. «Wir müssen uns ständig fragen, wo und wie wir uns verbessern können», so Gaydoul.

Hungrig nach Gerechtigkeit
Sie sei hungrig, sagte Carla Del Ponte, die als ehemalige Chefanklägerin beim Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag weit über die Schweizer Grenze hinaus bekannt ist – und zwar nach Gerechtigkeit. Gradlinig und mit einer guten Prise Humor berichtete sie dem Publikum über ihre, auch unangenehmen Erfahrungen während des Krieges in Kosovo.

Quelle: Liechtensteiner Vaterland