Darum kommt Apple Pay so früh zu uns

Apple schaffte es an der Entwicklerkonferenz, nationale Glücksgefühle auszulösen. Die Schweiz gehört neben Frankreich zu den wenigen europäischen Ländern, in denen Apple Pay bald an den Start geht. Bezahlen soll zu Beginn in Online-Shops oder auch bei Lidl und Aldi möglich sein.

Die für uns wichtigste Meldung der Entwicklerkonferenz WWDC: Apple Pay kommt in die Schweiz. Das ist bemerkenswert, weil wir gewohnt sind, bei neuen Diensten hinten anzustehen.

Meistens kommen erst die grossen europäischen Länder zum Zug – diesmal ist es für einmal anders.

Apple Pay Radio

Wieso hat Apple ausgerechnet die kleine Schweiz ausgewählt?

Ein Grund: Wir sind ein Land mit besonders vielen iPhones. Um Apple Paynutzen zu können, ist aber ein neues Modell nötig: 6s, 6 oder iPhone SE mit Touch ID, das via NFC-Funk mit dem Kassenterminal kommuniziert (Grafik: So funktioniert’s).

Ein anderer Grund: Wenn Apple mit der Einführung seines Bezahlsystems hierzulande noch länger wartet, könnte es bald zu spät sein. Denn mit Twint sind Postfinance und die Banken daran, ein Bollwerk gegen Apple Pay (und auch Google Wallet) zu errichten. An den Kassen der Coop-Läden sind sie bereits präsent und noch in diesem Jahr soll auch die Migros dazu kommen.

Bei den Grossverteilern Fuss zu fassen wird für Apple also mit reichlich Aufwand und Überzeugungsarbeit verbunden sein. Die hat Apple bei Aldi und Lidl bereits geleistet: Die beiden Discounter gehören zu den ersten physischen Geschäften, in denen wir per Apple Pay bezahlen können.

Bei Apple Pay benötigt der Benutzer eine Kreditkarte, über welche die Zahlung abgewickelt wird. So gesehen ist Apple Pay (wie auch Twint) einfach eine Bankkarte im Handy und ein Zahlsystem, bei dem neben den Kreditkartenfirmen noch eine dritte Seite Gebühren kassieren will. Wo genau für den Kunden die Vorteile liegen, wird sich noch zeigen müssen.

apple pay device

Sind wir App-faul geworden?

Beim Bezahlen mit dem Handy ist also noch vieles offen. Es wundert deshalb nicht, dass Apple an seiner Entwicklerkonferenz das Thema nur kurz streifte.

Das grosse Geld macht Apple mit Apps. Allerdings: So häufig wie auch schon werden die nicht mehr heruntergeladen. Zwei Drittel der Smartphone-Nutzer installieren in einem typischen Monat nicht einmal eine einzige neue App auf ihrem Gerät, zeigt eine aktuelle Studie aus den USA. Die meisten Nutzer verbringen den Grossteil ihrer Zeit statt dessen mit einer einzigen «Lieblings-App».

In gewissem Mass sind wir also App-faul geworden. Ein Grund: Wir haben einen «Grundstock» an Apps auf unserem Smarphone installiert, mit dem wir unsere wichtigsten Bedürfnisse abdecken. Wozu also noch mehr?

App-Qualität soll besser werden

Für Apple ist diese Erkenntnis schmerzhaft. Denn die Firma verdient an jeder verkauften App mit – satte 30 Prozent. So kamen im letzten Jahr rund 20 Milliarden Dollar zusammen. Schon vor der WWDC hat Apple nun angekündigt, den Entwicklern künftig mehr Geld zu geben. Neu werden diese ab dem zweiten Jahr 85 Prozent der Einnahmen erhalten. Apples Beteiligung verringert sich auf 15 Prozent. Die Hoffnung: Dass so mehr attraktive Apps in den Appstore kommen, die uns aus der App-Faulheit befreien.

Neu werden Entwickler ihre Apps auch im Abo anbieten können. Das heisst, dass wir nicht nur beim ersten Installieren dafür zahlen, sondern nach einer bestimmten Zeit unser Abonnement der App erneuern müssen. Klingt zuerst nach Geldmacherei, könnte aber die Qualität der angebotenen Apps erhöhen. Denn für Entwickler wird es so attraktiver, eine App weiter zu entwicklen und regelmässig Updates anzubieten. Nur so lässt sich der Anwender motivieren, sein Abo weiterhin zu bezahlen.

Viermal grOSartig

An der WWDC schwärmten verschiedene Apple-Grössen auch über zwei Stunden lang ziemlich aufgeregt («excited») von Apples Betriebssystemen. OS X, das Betriebssystem für den PC, heisst neu macOS und reiht sich nun optisch nahtlos ein in die weitere Produktpalette mit iOS (iPhone), watchOS (Apple Watch) und tvOS (Apple TV). Apple bietet damit vier Plattformen, die alle nach mehr Apps rufen.

Um die Entwickler zu motivieren, diese auch zu programmieren, hat Apple verschiedene Massnahmen angekündigt. Zum Beispiel, dass der Zugang zur Sprachassistentin Siri geöffnet wird. Das bedeutet, dass Entwickler nun Sprachsteurfunktionen einfach in ihre eigenen Apps einbauen können.

Und auch beim «Home Kit» hat Apple die Unterstützung verbessert: Bereits heute sind weltweit rund 100 Heimautomatisierungs-Produkte mit der Plattform kompatibel. Entwickler können so Thermostate, Lichter, Jalousien, Türschlösser oder Videokameras an ihre Apps anbinden.

Apple sorgt für Nachwuchs

Und damit nicht nur heute, sondern auch in Zukunft genügend Programmierer Apps bauen, kündigte Apple ausserdem «Swift Playground» für den iPad an – eine vereinfachte und grafische Version der Programmiersprache «Swift».

Die Software wird gratis sein, so dass möglichst viele Kinder und Schüler den ersten Schritt zum Coding machen können – und später hoffentlich Apps entwicklen, die Apples wichtigste Einnahmequelle auch in Zukunft sprudeln lassen.

Quelle: Reto Widmer, SRF Digital

Gemeinsame Mobile-Payment-Lösung für die Schweiz beschlossen

Die fünf grössten Schweizer Banken Credit Suisse, PostFinance, Raiffeisen, UBS und ZKB, die Finanzinfrastrukturdienstleisterin SIX, und die Detailhändler Coop und Migros sowie Swisscom haben sich auf eine gemeinsame Lösung für ein Schweizer Mobile-Payment-System verständigt. Es verbindet die Stärken von Paymit und TWINT und bietet eine plattformunabhängige, wettbewerbsfähige und kundenfreundliche Lösung für alle Marktteilnehmer. Neben der Payment-Funktion sind Mehrwertleistungen massgebende Elemente der gemeinsamen Lösung. Die Zusammenlegung der beiden heutigen Systeme erfolgt im Laufe des Herbstes 2016. Nutzer und Händler von Paymit und TWINT können die zwei Systeme bis zur Migration auf die neue Plattform wie gewohnt einsetzen. Weiterentwicklung und Betrieb werden an ein eigenes Unternehmen übertragen, an dem die fünf grössten Banken und SIX beteiligt sein werden. Es wird von Jürg Weber präsidiert und von Thierry Kneissler als CEO geleitet.

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Die Zusammenlegung von Paymit‬ und TWINT‬ erfolgt im Lauf des Herbstes 2016 unter dem Namen TWINT. Für dich ändert sich vorerst nichts: Du wirst künftig von noch mehr Vorteilen profitieren können. Schön, dass du mit dabei bist! (TWINT)

Die neun Unternehmen haben Ende März 2016 ergebnisoffene Sondierungsgespräche für eine gemeinsame Mobile-Payment-Lösung angekündigt. Ziel der Gespräche war die Abklärung der Machbarkeit eines gemeinsamen, kundenfreundlichen mobilen Zahlungssystems, das rasch verbreitet und schweizweit sowohl im stationären Handel als auch bei Online-Einkäufen und weiteren Anwendungen verwendet werden kann.

Stärken beider Systeme gebündelt

Die beteiligten Unternehmen haben sich nun darauf verständigt, ein gemeinsames Mobile-Payment-System zu betreiben, das die Vorteile der beiden bisher getrennt betriebenen Systeme Paymit und TWINT vereint. Das neue System tritt unter der Marke «TWINT» auf. Es erfolgt ein umfassendes Re-Branding, das der gemeinsamen Schweizer Mobile Payment Plattform Rechnung trägt. Die gemeinsame Plattform steht allen Konsumentinnen und Konsumenten sowie sämtlichen Händlern offen – vom Grossverteiler bis zur Espresso-Bar, Banken, Herausgebern von Zahlkarten (Issuer), Abrechnungsunternehmen (Acquirer) sowie allen weiteren in- und ausländischen Marktteilnehmern. Sie ist kanalübergreifend an der Ladenkasse, im E Commerce, in Apps, an Automaten sowie zwischen Personen einsetzbar. «Wir arbeiten nun mit Hochdruck daran, die beiden Systeme zu migrieren und die gemeinsame Plattform allen Händlern und Endkunden im Laufe des Herbstes 2016 verfügbar zu machen», erklärt Thierry Kneissler, der als CEO das neue Unternehmen leiten wird. Die Plattform kombiniert die Stärken von Paymit und TWINT. Ausserdem kann jede Partnerbank, wie bei Paymit, ihre eigene Applikation im Co-Branding herausgeben, und dem Handel steht die Option von TWINT offen, eigene Kundenkarten ins System einzubinden. «Ich bin froh, dass unsere Anstrengungen für innovative digitale Lösungen im Finanzbereich hier zu einem gemeinsamen Ganzen geführt haben, wo wir das Beste aus den zwei Welten zusammenbringen konnten», meint Lukas Gähwiler, President UBS Switzerland.

„Das Beste aus Paymit und Twint auf einer Plattform. Wir gestalten damit das mobile Bezahlen selbst. Eine gemeinsame Schweizer Lösung war immer unser Ziel.“
Urs Schaeppi, CEO Swisscom

Weitreichende Funktionalitäten

Von der gemeinsamen Zahlungslösung profitieren insbesondere die Nutzer. Sie werden eine breite Akzeptanz im stationären Handel vorfinden, online und in Applikationen von Händlern einkaufen, Rechnungen begleichen und an Automaten Lebensmittel, Parkscheine, Skipässe sowie weitere Güter und Dienstleistungen bezahlen können. Auch Überweisungen unter den Nutzern werden weiterhin möglich sein. Zudem kann der Nutzer wählen, wie er seine mobile Zahlung begleichen will: Die neue Zahlungslösung akzeptiert sowohl die Anbindung eines Bankkontos als auch einer Kredit- oder Prepaidkarte sowie das Aufladen per Vorauszahlung (Prepaid). Auch die Händler profitieren von der gemeinsamen Lösung: Mehrwertleistungen, wie die Integration von Kundenkarten, Stempelkarten oder Promotionsrabatten (Mobile-Couponing) stehen interessierten Händlern und Kunden zur Verfügung. «Wir sind sehr erfreut, dass wir nun eine Lösung haben, die technologisch innovativ ist und bei der wir die unterschiedlichen Funktionalitäten von Paymit und TWINT zu Gunsten der Kundinnen und Kunden verbinden konnten», meint Alexandre Zeller, Präsident des Verwaltungsrates von SIX. Dank des gemeinsamen Standards entfällt eine Mehrfachintegration verschiedener Zahlungsverkehrslösungen und spart damit Investitionskosten für die Händler. Die Lösung ist technologisch offen, um vorhandene und zukünftige Übermittlungstechnologien wie Bluetooth, QRCode und NFC zu integrieren. Insbesondere lassen sich neben den TWINT-Terminals (Beacons) die ebenfalls vorhandenen Zahlterminals aller Anbieter in das System integrieren. Dies mit dem Ziel, eine möglichst rasche und weitreichende Marktdurchdringung zu erreichen. Auch Kleinsthändler oder
Dienstleistungsunternehmen können sich ohne grosse Investitionen ans System anschliessen. «Damit können wir den bundesrätlichen Auftrag, eine moderne Zahlungsverkehrs-Infrastruktur bereitzustellen, gemeinsam mit unseren Partnern aus dem Schweizer Finanzplatz und des Handels erfüllen», ergänzt Hansruedi Köng, CEO von PostFinance.

„Diese innovative Bezahllösung bietet viele Vorteile. Mit ihr haben unsere Kundinnen und Kunden eine neue Möglichkeit, einfach und sicher in den Filialen oder im Internet zu bezahlen oder auch Überweisungen zu tätigen.“
Joos Sutter, Vorsitzender der Geschäftsleitung Coop-Gruppe

Eigenes Unternehmen

Der Betrieb der gemeinsamen Lösung wird an ein eigenes Unternehmen namens TWINT AG übertragen, an dem die fünf grössten Banken und SIX beteiligt sind und das weiterhin mit bestehenden strategischen Partnern, u.a. Swisscom für die Bankenintegration, zusammenarbeiten wird. Der VR setzt sich aus dem Kreis der Eigentümer zusammen. Das Präsidium wird Jürg Weber, Division CEO Payment Services von SIX übernehmen. Als CEO wird Thierry Kneissler das Unternehmen führen. Er leitet heute die TWINT AG, ein Tochterunternehmen von PostFinance. «Es wird nun darum gehen, den gemeinsamen Willen zu einem innovativen und wettbewerbsfähigen mobilen Zahlungssystem durch verlässliche Strukturen und Prozesse schnell in eine qualitativ hochstehende Dienstleistung für die Konsumenten und den Handel zu überführen», ergänzt der designierte Verwaltungsratspräsident Jürg Weber. Die Umsetzung der gemeinsamen Mobile-Payment-Lösung bedarf noch der Zustimmung der
zuständigen Wettbewerbsbehörden. Vorbehältlich dieser Entscheide soll eine gemeinsame Lösung im Laufe des Herbstes 2016 einsatzbereit sein. Bis zu diesem Zeitpunkt können Nutzer von Paymit und TWINT unverändert die Dienste und Funktionen ihres Anbieters in Anspruch nehmen. Bestehende Verträge sollen lösungsabhängig überführt werden.

Quelle: Twint

Paymit und Twint raufen sich zusammen

Seit letzten März üben Postfinance, die Betreiberin von Twint und das Paymit-Konsortium bestehend aus SIX, UBS und der Zürcher Kantonalbank (ZKB) den gemeinsamen Schulterschluss, wie auch finews.ch damals berichtete.

PostFinance Twint SIX Paymit

Die Gespräche zwischen den potenziellen Partner laufen. Erste offizielle Ergebnis werden in den kommenden Wochen erwartet (Bild: Keystone/Christian Beutler)

Ursache des überraschenden Zusammengehens ist Apple. Der amerikanische Unterhaltungselektronik-Konzern tritt mit der eigenen Bezahl-App Apple Pay in den Schweizer Markt ein. Um gegen die geballt Kraft von Apple eine Chance zu besitzen, ist die Bündelung der Ressourcen von Twint und Paymit unumgänglich.

Einheitliche Lösung in Griffnähe

Nun stehen die Verhandlungen für eine gemeinsame Bezahl-Lösung zwischen Twint und Paymit offenbar kurz vor dem Durchbruch, wie die «Sonntagszeitung» (SOZ) in der aktuellen Ausgabe schrieb.

Laut mit den Verhandlungen vertrauten Personen hätten sich die Parteien in wichtigen Punkten geeinigt und technische Lösungen gefunden, hiess es weiter. Nun gehe es noch darum, die organisatorische Struktur hinter der gemeinsamen App festzulegen.

Postfinance am kürzeren Hebel

An einer gemeinsamen Lösung besonders interessiert sei einerseits der Detailhandel. Dieser fürchte den Aufwand durch verschiedene Systeme, so die SOZ.

Anderseits zielten die Banken auf ein einheitliches System. Laut Insidern müsse nun wohl Postfinance einlenken. Das Unternehmen, das jüngst der Schweizerischen Bankiervereinigung beigetreten ist, hat mit Twint aktuell die am weitesten entwickelte Eigenlösung. Das Bezahl-System steht bereits beim Schweizer Grossverteiler Coop im Einsatz.

Die Topmanager der Postfinance machen laut dem Bericht hinter den Kulissen Druck, weil sie die Erlaubnis wollen, Kredite vergeben zu dürfen. Das ist der Post heute verboten. Deswegen wolle man bei der App-Frage vermutlich keinen Goodwill verspielen, hiess es weiter.

Quelle: Finews

Diesen 19 IT-Jobs gehört die Zukunft

Die Wirtschaft verlagert sich zunehmend in den virtuellen Raum. Während alte Berufe verschwinden, wächst der Jobkatalog im IT-Bereich. 19 Tätigkeiten, die 2020 sehr gefragt sein werden.

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Arbeit im Serverraum: Mit dem Fortschritt ändern sich die Berufsbilder. Keystone

Berufsbilder haben sich in den letzten Jahrhunderten immer wieder verändert. Ganze Branchen sind untergegangen oder haben sich weiterentwickelt. So auch die IT-Industrie. Ende der 60er Jahre haben die Gründer von Apple und Microsoft die Ära des «Personal Computing» eingeleitet. Der Zugang zum Internet war Mitte der 90er bahnbrechend: Computer waren für die breite Masse plötzlich interessant.

Mit dem Fortschritt ändern sich auch die Berufsbilder. Während in den Anfängen IT-Spezialisten quasi noch alle Aufgaben selbst meistern mussten, ist der Jobkatalog mittlerweile breit gefächert. Eine Studie zeigt, wie sich die Berufe in der IT in den nächsten fünf Jahren entwickeln werden.

Spezialisierung und Outsourcing

Die Studie des Personalvermittlers Hays kommt zu dem Schluss, dass der Arbeitsdruck weiter steigen wird und dass sich Fachkräfte immer weiter spezialisieren müssen. Zudem werden die Unternehmen weiterhin outsourcen, da viele sich die durch den Fachkräftemangel immer teurer werdenden Spezialisten nicht mehr leisten können.

Neben bekannten Berufen werden sich neue Jobs entwickeln, die vorher nebenbei von anderen Angestellten, etwa von Systemadministratoren, übernommen wurden. Mit welchen dieser neuen Berufe ihr in einigen Jahren besonders gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben dürftet, verraten wir hier:

Security Spezialist

Der Security Specialist kümmert sich um akute Lücken in den Netzwerken von Unternehmen und sichert so die Firmen-IT gegen fremde Angriffe ab. Üblicherweise kennt er sich mit unterschiedlichsten Plattformen und Systemen aus.

Zu den Berufsvoraussetzungen gehören ein Universitätsabschluss (Bachelor of Science oder Master of Science) im Bereich der Informatik. Auch Quereinsteiger haben gute Chancen, sich von kleineren Positionen hochzuarbeiten.

Cloud Architekt

Die Aufgabe des Cloud Architekten ist es, ein sicheres, ausbaufähiges und robustes Firmennetzwerk zu errichten. Unter anderem mit Hilfe von grossen Anbietern wie beispielsweise Microsoft mit der Azure-Cloud oder Amazon mit ihren Amazon Web Services. Er muss sehr gute Kentnisse in den Bereichen Programmierung, Soft- und Hardware haben, um das Firmennetzwerk perfekt aufeinander abzustimmen.

Wichtig ist dabei, dass der Cloud Architekt mit gutem Knowhow, aber auch mit kommunikativen Softskills glänzen kann. Voraussetzung ist wie auch beim Security Specialist ein Bachelor oder besser Master im Bereich der Informatik oder Betriebswirtschaftslehre.

IT-Architekt

Der IT-Architekt konzipiert eine IT-Architektur gemäss den Anforderungen und Branchenspezifika des Kunden, also des Unternehmens. Das bedeutet, dass er den Kunden bei technischen Fragen beratend zur Seite steht und Lösungen für Problemfälle entwickelt.

Berufsvoraussetzung für eine derartige Position ist ein guter universitärer Abschluss in einem technischen Fach sowie Kreativität und Kommunikationsstärke.

Netzwerkadministrator

Der Netzwerkadministrator hat ein recht ähnlichen Tätigkeitsbereich wie der Cloud-Architekt. Allerdings kümmert sich der Netzwerkadministrator überwiegend um das lokale Firmennetzwerk, während der Cloud-Architekt bei multinationalen Konzernen eher global agiert.

In den Beruf des Netzwerkadministrators kann man entweder über ein Studium einsteigen, oder aber auch über eine Ausbildung. Allerdings sind die Aufstiegschancen besser, wenn man einen Uni-Abschluss hat.

IT-Berater

Der IT-Berater steht zwischen zwei Welten: Der Welt der Ingenieure und der Welt des Management bzw. der Betriebswirte. Er muss auf der einen Seite genügend technisches Knowhow haben, um die Punkte der IT zu verstehen. Auf der anderen Seite werden allerdings betriebswirtschaftliche Kenntnisse vorausgesetzt, um Themen wie Budgetierung korrekt wiedergeben und verstehen zu können.

Dem Beruf des IT-Beraters geht häufig ein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens, der Informatik oder auch Wirtschaftsinformatik voraus.

Business Analyst

Der Business Analyst prüft, mit welchen Strategien ein Unternehmen künftig am besten fahren wird und wie Unternehmensprozesse verbessert werden können. Daher muss der Business Analyst, ähnlich wie der IT-Berater, technisch versiert sein und sich für betriebswirtschaftliche Abläufe interessieren.

Wie bei vielen Berufen der Branche ist für viele Arbeitgeber ein Hochschulstudium in den Bereichen BWL, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsmathematik oder Wirtschaftsingenieurwesen zwingende Voraussetzung für den Beruf des Business Analyst.

Datenbank-Administrator

Datenbank-Administratoren sind für die Integrität und Optimierung der Datenbestände eines Unternehmens verantwortlich. Er muss den Datenbestand so konfigurieren, dass dieser auch bei grossen Unternehmen mit hohem Datenfluss noch einwandfrei funktioniert.

Um als Datenbankadministrator angestellt zu werden wird ein Informatikstudium vorausgesetzt.

Software Engineering Specialist

Die Softwareentwicklung ist ein besonders wichtiger Zweig in einem Unternehmen. Hier entwickeln Programmierer Software für das Unternehmen, um Betriebsabläufe zu optimieren oder das Netzwerk besser zu organisieren. Als Software Engineering Specialist muss man diverse Prozesse analysieren und anschliessend in Software umsetzen können.

Um Softwareentwickler zu werden, können Interessierte entweder den Weg der Ausbildung zum Fachinformatiker einschlagen oder ein Studium der Informatik absolvieren.

Systemanalytiker

Der Systemanalytiker untersucht Problemstellungen innerhalb der IT-Infrastruktur und löst sie in Zusammenarbeit mit Kollegen wie dem Software-Entwickler, Cloud-Architekten oder Sicherheitschef.

Doch auch bei neuen Fragestellungen entwickelt der Systemanalytiker ein Konzept (Ist/Soll-Modell), wie der aktuelle Zustand ohne Maschine in einen Zustand mit Maschine überführt wird. Berufsvoraussetzung ist entweder eine Weiterbildung im Rahmen von Programmen der Agentur für Arbeit oder aber ein Studium der Informatik.

Data Artist

Big Data ist das Zukunftsthema. Die grossen Mengen an gesammelten Daten im Internet müssen schliesslich verwaltet werden. Der Data Artist bzw. Data Visualizer arbeitet mit Big-Data-Beständen und zieht daraus Informationen, die er dann visualisiert und aufbereitet.

Da der Beruf des Data Artist noch recht frisch ist, gibt es noch keine festen Ausbildungswege.

Data Scientist

Auch der Data Scientist arbeitet im Bereich Big Data“. Da für den Data Scientist keine genaue Definition existiert, wird der Job häufig nur grob umschrieben. Zumindest muss der Data Scientist sehr gute Kenntnisse in Informatik und Mathematik haben und sich mit NoSQL-Datenbanken auskennen.

Der Data Scientist muss Daten aufbereiten, analysieren und gewünschte Informationen extrahieren.

IT-Auditor

Zum Berufsfeld des IT-Auditors gehört die Risiko- und Schwachstellenanalyse von IT-Systemen und Programmen. Es gehört also zur Qualitätssicherung. Letzlich soll der IT-Auditor Sicherheitslücken reduzieren, um die Netzwerk- und Informationssicherheit zu erhöhen.

Der Job des IT-Auditors setzt ein abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich der Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftswissenschaften voraus.

Requirements Engineer

Der Requirements Engineer beschreibt die Anforderungen an eine Software. Seine Arbeit beginnt vor der Entwicklung der Software: Er muss spezifizieren, welche Features eine Software bieten muss.

Dabei muss er unterschiedliche Aspekte einbeziehen: rechtliche genauso wie technologische und organisatorische. Das ganze wird dann an die Softwareentwicklung weitergeben.

Service Level Manager

Outsourcing ist gängig, wenn ein Unternehmen sparen muss. Dabei werden Leistungen an einen externen Dienstleister vergeben. Der Service Level Manager definiert und überwacht die Arbeit der beauftragten Firma.

Der Service Level Manager setzt ein Studium der Informatik oder Wirtschaftsinformatik oder eine vergleichbare Ausbildung im IT-Sektor voraus.

User Support

Der Kundendienst ist eine grosse Herausforderung für Unternehmen. Ein guter Kundensupport trägt zum Ansehen des Unternehmens in der Bevölkerung bei. Der User Support muss sich also technisch mit den Produkten des Unternehmens auskennen und gute Kommunikationsfähigkeiten besitzen.

Webdesigner

Der Webdesigner zeichnet sich verantwortlich für den Webauftritt eines Unternehmens. Zu den Tätigkeiten gehört die Adaption eines Corporate Designs auf den Webauftritt und die technische Umsetzung. Daher sind sehr gute Kenntnisse von HTML, JavaScript mit diversen Frameworks und PHP zwingend.

SAP-Berater

Ein SAP-Berater ist spezialisiert auf die Software des Unternehmens SAP. Der formale Weg dahin ist die Zertifizierung durch Institutionen, die meistens auch gleich die passenden Trainingskurse anbieten. Diese Schulungen sind standardisiert, teuer und sehr zeitaufwendig.

Allerdings zählt für viele Unternehmen bei diesem Beruf hauptsächlich die Praxis, da Erfahrungen mit der komplexen Software unabdingbar sind.

Testmanager

Der Testmanager arbeitet bei der Qualitätssicherung mit und soll neue Software verbessern. Er ist zudem interner Ansprechpartner für das Management und Mitarbeiter in allen Belangen, die die Prüfungen angehen.

Ein Testmanager muss sich mit unterschiedlichsten Methoden und mit Projektmanagement auskennen. Für Firmen ist eine Ausbildung zum zertifizierten Testmanager von Vorteil.

Leiter Rechenzentrum

Der Leiter des Rechenzentrums zeigt sich verantwortlich für die Planung des Netzwerkes im Rechenzentrum. Zudem muss er die Funktion sicherstellen und neue Technologien evaluieren und implementieren.

Vorausgesetzt wird in der Regel das Studium der Informatik. Universitäten setzen meist sogar eine Promotion voraus.

Quelle: Tomas Freres, Business Insider Deutschland, Handelszeitung

Schweizer KMU unterschätzen Digitalisierung

Zwischen Schweizer Grosskonzernen und KMU klafft ein Graben: Die Grossen beschäftigen sich seit Jahren mit den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung, die Mittelständler hinken hinterher.

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Dank Digitalisierung lassen sich Dokumente oder Kunstwerke prüfen. Vor allem kleine und mittlere Betriebe unterschätzen noch den volkswirtschaftlichen Nutzen digitaler Technologien. (Symbolbild) (KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI)

Zwischen Grosskonzernen und mittelständischen Unternehmen in der Schweiz klafft ein Graben: Die Grossen beschäftigen sich seit Jahren mit den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung, während die mittleren und kleinen der Entwicklung hinterherhinken.

Beschäftigen sich Schweizer Grosskonzerne seit Jahren mit den Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung, hinken die mittleren und kleinen Unternehmen in der Entwicklung hinterherhinken.

Das zeigt eine Umfrage von Ernst & Young Basel (EY). 700 Unternehmen in der Schweiz wurden dazu befragt, welchen Stellenwert digitale Technologien für das eigene Geschäftsmodell einnehmen.

Ergebnis: Für 65 Prozent dieser Unternehmen mit 30 bis 2000 Mitarbeitenden spielen solche Technologien kaum eine oder überhaupt keine Rolle. Überdurchschnittlich viele dieser Unternehmen sind in der Baubranche oder im Handel tätig.

«Die Resultate der Umfrage deuten darauf hin, dass viele die vierte industrielle Revolution noch unterschätzen», sagt Bruno Chiomento, CEO von Ernst & Young Basel (EY).

Für den Wirtschaftsstandort Schweiz sei es von zentraler Bedeutung, dass sich auch die kleinen und mittleren Betriebe (KMU) mit den Entwicklungen im Bereich der Digitalisierung auseinandersetzten, sagt Bruno Chiomento, CEO von Ernst & Young Basel (EY). Das Beratungsunternehmen hat eine entsprechende Umfrage zum Thema vorgestellt. 700 Unternehmen in der Schweiz wurden dazu befragt, welchen Stellenwert digitale Technologien für das eigene Geschäftsmodell einnehmen. Das Ergebnis: Für 65 Prozent dieser Unternehmen mit 30 bis 2000 Mitarbeitenden spielen solche Technologien kaum eine oder überhaupt keine Rolle. Überdurchschnittlich viele dieser Unternehmen sind in der Baubranche oder im Handel tätig.

Vierte industrielle Revolution unterschätzt

Erst vergangene Woche verwies Google-Missionar Jeremy Abbett im Interview mit handelszeitung.ch auf den rasanten Wandel in der Wirtschaft: «Die Dinge verändern sich so schnell – wenn du nicht ständig lernst, wirst du irrelevant», so der Tech-Experte. Die Schweiz sei in einer grossartigen Position – um aber wirklich innovativ zu sein, brauche es auch einen gewissen Leidensdruck, ist Abbett überzeugt. Man müsse verstehen, dass die Welt heute ganz anders funktioniere als noch vor wenigen Jahren. Und: «Viele europäische Firmen basieren auf gestern», so Abbett.

Auch bei E & Y schlägt man Alarm: «Die Resultate der Umfrage deuten darauf hin, dass viele die vierte industrielle Revolution noch unterschätzen», sagt Chimento. So fehlt es denn auch nur einer Minderheit von je 7 Prozent der Befragten an Geld, Personal oder Know-How, um sich vertiefter mit der Thematik auseinanderzusetzen.

Vieles lässt sich automatisieren

Die Mehrheit derjeniger Unternehmen, für die Digitalisierung eine Rolle spielt, nutzen entsprechende Technologien für die Beziehung zu ihren Kunden, um ihre Effizienz zu steigern und Abläufe zu verbessern. Doch Digitalisierung habe das Potential, Geschäftsmodelle grundlegend zu verändern.

Neue Dienstleistungen entstünden und im administrativen Bereich liessen sich viele Prozesse automatisieren, heisst es bei EY. Sobald ein Unternehmen Kunden- oder Nutzungsdaten für individuelle Angebote oder neue Produkte und Lösungen nutzen könne. «ist der Wert der digitalen Technologien sehr hoch».

Quelle: (sda/chb/moh) Handelszeitung

«WhatSolli?!» – App für Geschenksideen

«Was solli?!» oder eben «WhatSolli». Das fragen sich viele, wenn sie jemandem etwas Schönes, Originelles, Leckeres oder einfach Praktisches schenken möchten. Der WhatsAppTM-Geschenkservice vom Hoi-Laden bringt die Suche und das passende Geschenk für die Liebsten, Mitarbeitenden oder Geschäftspartner zusammen.
Der neue Dienst soll dabei helfen, originelle Geschenkideen zu finden.  (pd)

Der neue Dienst soll dabei helfen, originelle Geschenkideen zu finden. (pd)

Dazu tippt man einfach sein Anliegen in eine WhatsAppTM-Nachricht und sendet diese an die «WhatSolli»-Nummer +423 792 66 55 und bekommt einen passenden Geschenkvorschlag.Digitale und doch persönliche Dienstleistung
Seit der Gründung 2013 hat sich «Hoi Liechtenstein» ganz auf selbstkreierte und ausgewählte Produkte mit Bezug zu Liechtenstein spezialisiert – lokal, nachhaltig und einzigartig sollen diese sein. «Der WhatsAppTM-Service ist für uns nun ein weiterer Schritt in der Kunden-Dienstleistung sowie der Test eines zusätzlichen digitalen Angebots neben unserem Online-Shop», sagt Geschäftsführerin Cornelia Wolf. «Wir freuen uns, «WhatSolli» lancieren zu können!» FL1 war an einer Zusammenarbeit sofort interessiert, als sie von der Idee horten. «Wir sind davon überzeugt, dass wir bereits mitten im digitalen Dienstleistungszeitalter stecken.» So der CEO von FL1, Mathias Maierhofer.

Auch wenn der persönliche Augenkontakt fehlt, gilt es die Dienstleistung für den Kunden so nahe und einfach als möglich zu gestalten. Daher wird sich Mobilgeräte in Zukunft mehr über die Mobilgeräte abspielen, welche im Alltag allgegenwärtig sind. Weil der Kontakt aber trotz der Technik persönlich bleiben soll, antwortet beim «WhatSolli»-Geschenkdienst natürlich kein Automatismus, sondern das Hoi-Team aus dem Vaduzer Städtle selber.

Der WhatsAppTM-Service «WhatSolli» ist ab sofort bis zum 24. Dezember unter der Nummer +423 792 66 55 erreichbar. Fragen rund um das Thema «…was solli schenka?» werden von Montag bis Freitag zwischen 10 und 18:30 sowie am Samstag und den Adventssonntagen von 10 bis 16 Uhr beantwortet.

Quelle: (pd), Liechtensteiner Vaterland

Facebook steigert Gewinn auf 891 Mio. Dollar

Der Erfolg von Smartphone-Werbung lässt die Kassen bei Facebook kräftig klingeln. Der Umsatz sprang im vergangenen Quartal im Jahresvergleich um 40,5 Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar hoch.

Will sich mit China auseinandersetzen: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Archiv)  (KEYSTONE/AP/ERIC RISBERG)

Will sich mit China auseinandersetzen: Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Archiv) (KEYSTONE/AP/ERIC RISBERG)

Der Gewinn stieg trotz hoher Investitionen um elf Prozent auf 891 Millionen Dollar. Im September war im Schnitt gut eine Milliarde Nutzer täglich beim weltgrössten Online-Netzwerk aktiv. Facebook hatte die Marke erstmals im August erreicht. Insgesamt hat der Dienst inzwischen 1,55 Milliarden Mitglieder.

Das Wachstum wurde erneut von der Nutzung auf Smartphones befeuert. Von der Milliarde täglicher Nutzer griffen 894 Millionen über mobile Geräte auf Facebook zu. Der Anteil mobiler Werbung an den Anzeigenerlösen erreichte 78 Prozent nach 66 Prozent vor einem Jahr.

Werbung blieb insgesamt die wichtigste Einkommensquelle von Facebook – im vergangenen Quartal brachte sie 4,3 Milliarden Dollar Umsatz ein. Der Konzern baute in den vergangenen Monaten unter anderem das Geschäft mit Video-Anzeigen aus.

Eine von fünf Online-Minuten bei Facebook

Aktualisierung über die Fortschritte der Facebook-Gemeinschaft, die Welt zu verbinden. (Mark Zuckerberg Facebook-Seite)

Aktualisierung über die Fortschritte der Facebook-Gemeinschaft, die Welt zu verbinden. (Mark Zuckerberg Facebook-Seite)

Dabei gelingt es Facebook, die Nutzer zu mehr Aktivität im Netzwerk zu bewegen. Insgesamt kamen im Jahresvergleich 14 Prozent mehr Mitglieder hinzu – und die Zahl täglicher Nutzer wuchs um 17 Prozent. In den USA werde inzwischen ein von fünf Online-Minuten bei Facebook verbracht, sagte die für das operative Geschäft zuständige Top-Managerin Sheryl Sandberg in der Telefonkonferenz mit Analysten nach Vorlage der Zahlen.

Zu Facebook gehören auch die Foto-Plattform Instagram mit rund 400 Millionen Nutzern sowie die Kurzmitteilungsdienste Messenger und WhatsApp mit jeweils 700 und 900 Millionen Nutzern. Facebook platziert inzwischen Werbung auch bei Instagram, schweigt sich aber darüber aus, wie gross dieses Geschäft ist. Die Frage eines Analysten, wann Facebook auch bei dem im vergangenen Jahr für 22 Milliarden Dollar gekauften WhatsApp mit dem Geldverdienen beginnen könnte, blieb in der Telefonkonferenz nach Vorlage der Zahlen unbeantwortet.

Die Aktie legte nach den Zahlen im nachbörslichen Handel um mehr als drei Prozent zu. «Wir hatten ein gutes Quartal und haben eine Menge erledigt», sagte Gründer und Chef Mark Zuckerberg. Die Investitionen erreichten im vergangenen Quartal 780 Millionen Dollar.

Oculus-Brille und China

Das Online-Netzwerk steckt Geld neben dem Ausbau der Infrastruktur für immer grössere Datenmengen unter anderem in die Entwicklung der 3D-Brille Oculus Rift zum Eintauchen in virtuelle Welten und will Milliarden weitere Menschen in Entwicklungsländern ins Internet bringen. Die Oculus-Brille soll Anfang kommenden Jahres auf den Markt kommen. Zuckerberg schränkte zudem ein, dass er mit einem langsamen Wachstum dieses Geschäfts rechne.

Der Gründer betonte, dass Facebook sich irgendwann mit China als Markt werde auseinandersetzen müssen. Man könne nicht die Welt vernetzen wollen und dabei das Land mit den meisten Einwohnern auslassen. Amerikanische Online-Netzwerke sind von dem staatlich kontrollierten Internet in China ausgeschlossen. In Indien brachte Facebook über die Initiative Internet.org rund eine Millionen Nutzer ins Netz, die sonst nicht online gewesen wären, hiess es.

Quelle: (sda/dpa), Liechtensteiner Vaterland