12. Ausgabe des Businessplan-Wettbewerbs

Innovation und die Entwicklung von Geschäftsideen haben Tradition im Rheintal. Mit den beiden Startveranstaltungen am kommenden Dienstag und Mittwoch beginnt nun bereits die zwölfte Ausführung des Businessplan Wettbewerbs Liechtenstein Werdenberg. Junge Start-ups erhalten dabei wieder die Chance, einen Businessplan unter professioneller Anleitung zu erstellen und sich mit der eigenen Geschäftsidee einem kritischen Feedback zu stellen.

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Herr Moll, nach mittlerweile bereits elf Durchführungen des Businessplan Wettbewerbs wurde das Konzept überarbeitet. Was ist neu?
Thomas Moll: In der Vergangenheit lag der Fokus der Unterstützung im Rahmen des Wettbewerbs sehr stark auf der Planungsphase. Die Trainings waren so aufgebaut, dass die Teilnehmenden das nötige Grundwissen erarbeitet haben, um einen Businessplan professionell zu formulieren. Das neue Konzept geht einen wesentlichen Schritt weiter. Wir wollen erreichen, dass die Teilnehmenden aktiv werden. Sie sollen sich nicht nur intensiv mit der Materie auseinandersetzten, sondern aus dem Planungsmodus herausgerissen und zum aktiven Handeln motiviert werden. Dazu gehört auch, den Kontakt zu zukünftigen Kunden zu suchen und ihre Ideen in der Praxis zu testen. Die neuen Unterstützungsveranstaltungen sind daher in Form von sogenannten «lean launch pads» – schlanken Startrampen – aufgebaut, die sie dabei konkret unterstützen.

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Thomas Moll ist seit 4 Jahren Projektleiter für Wissens- und Technologietransfer im KMU Zentrum der Universität Liechtenstein. Für ihn ist es die vierte Durchführung des Businessplan Wettbewerbs.

Wie sieht die Zielgruppe des Wettbewerbs aus?
Jeder, der eine Geschäftsidee hat, mit der man Geld verdienen kann, ist angesprochen. Es spielt keine Rolle, ob man Gründungserfahrung hat oder nicht. Wir wollen das nötige Rüstzeug in den Unterstützungsveranstaltungen vermitteln. Auch etablierte Unternehmen können mitmachen. Wenn es darum geht, neue Produkte oder Dienstleistungen auf den Markt zu bringen oder neue Geschäftsfelder zu entwickeln, bietet der Wettbewerb die Chance, das Vorhaben von einer unabhängigen Jury bewerten zu lassen. Es macht auch Sinn, am Wettbewerb teilzunehmen, wenn sich jemand mit dem Gedanken trägt, ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen und allenfalls eine Neuausrichtung in Erwägung zieht.

Der Fokus wird also von der Theorie vermehrt auf die Praxis gelenkt. Was ist das Ziel?
Erklärtes Ziel ist es, die Teilnehmenden bei der Entwicklung tragfähiger Geschäftsmodelle und der erfolgreichen Umsetzung ihrer Geschäftsideen bestmöglich zu unterstützen und dadurch mehr innovative Unternehmen im Land zu gründen. Damit sollen langfristig und nachhaltig auch neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Nach dem grossen Interesse im vergangenen Jahr wird auch der «dream it» Ideen-Workshop erneut durchgeführt. Wer ist angesprochen?
Der «dream it» Ideen-Workshop soll Interessierten die Gelegenheit geben, an einem Tag intensiv Startup-Luft zu schnuppern und sich mit den verschiedenen relevanten Themenbereichen auseinanderzusetzen. Der Workshop bietet aber auch Gelegenheit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen und zu vernetzen. Erfahrene Coaches stehen mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen dabei, eine Idee in Form zu bringen und in die Richtung eines Geschäftsmodelles zu entwickeln.

Was steht in diesem Bereich auf dem Programm? 
Der Workshop soll eine Startrampe für den Erfolg werden. Im Wesentlichen wird der Workshop in drei Bereiche unterteilt. Der erste Teil beschäftigt sich mit dem Thema Innovation und geht der Frage nach, was eine Idee innovativ macht. Der zweite Teil stellt die wichtigsten Elemente bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen vor. Im Abschlussteil werden dann die Grundsteine für ein solides Geschäftsmodell gelegt. Die Teilnehmenden erfahren somit, wie ein Bogen von der ersten Idee über die Implementierung von innovativen Elementen bis hin zur Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells gespannt wird. Der Workshop bietet damit einen optimalen Einstig in die Materie und die Teilnahme am Wettbewerb.

Am Dienstag und Mittwoch finden die Startveranstaltungen an der Universität Liechtenstein in Vaduz und am NTB, der Interstaatlichen Hochschule für Technik in Buchs, statt. Wie sieht der weitere Fahrplan aus? 
Der «dream it» Ideen-Workshop am 5. März leitet die Reihe an interaktiven Veranstaltungen ein. Sechs «launch pads» bieten zwischen dem 15. März und 3. Mai dann optimale Unterstützung für die individuelle Entwicklung eines tragfähigen Geschäftsmodells und der Erstellung eines professionellen Businessplans. Die Abgabe der Businesspläne kann bis spätestens 13. Mai 2016 erfolgen. Die öffentliche Preisverleihung für die besten Geschäftsideen findet schliesslich am 21. Juni 2016 an der Universität Liechtenstein statt.

Welche Art von Teilnehmern wünschen Sie sich?
Ich wünsche mir motivierte Teilnehmer, kreative Köpfe und innovative Menschen, die bereit sind, für ihre Idee einzutreten und sie voranzutreiben, damit aus den Träumen Realität wird.

Gefällt ihnen die thematische Vielfalt oder könnte diese noch breiter gestreut sein?
In der Vergangenheit wurden immer wieder Ideen aus den unterschiedlichsten Themenbereichen beim Wettbewerb eingereicht. Die thematische Vielfalt ist daher schon von Grund auf gegeben. Ich lasse mich aber immer wieder gerne aufs Neue überraschen.

Was bedeutet der Businessplan Wettbewerb für junge potenzielle Unternehmer im Rheintal?
Die im Rahmen des Wettbewerbs vergebenen Preise und Awards sind nur eine Anerkennung für die erbrachte Leistung. Ich denke, dass ein positives Feedback von unabhängigen Experten und die Aufmerksamkeit in den Medien sehr viel mehr wert ist als das Preisgeld alleine. Eine Auszeichnung ist zwar keine Garantie für den Erfolg, aber zumindest eine Bestätigung dafür, auf dem richtigen Weg zu sein.

1FL TV-Interview mit Thomas Moll

Sie haben eine Idee, mit der man Geld verdienen kann? Dann tun Sie’s doch! Entwickeln Sie aus Ihrer Geschäftsidee einen Businessplan. Gründen Sie Ihr eigenes Unternehmen oder wachsen Sie mit Ihrem bereits bestehenden Unternehmen. Das Team des Businessplan Wettbewerbs Liechtenstein Rheintal 2016 begleitet und unterstützt Sie auf Ihrem Weg.

Wer kann teilnehmen?

Gründen, Wachsen oder Übernehmen

  • ErfinderInnen, Studierende und MitarbeiterInnen, die eine innovative Geschäftsidee haben oder JungunternehmerInnen, die einen Betrieb gründen möchten.
  • UnternehmerInnen, die ihr Unternehmen mit einer innovativen Produkt- oder Dienstleistungsidee neu ausrichten wollen oder UnternehmerInnen, die mit ihrer Unternehmung wachsen wollen.
  • JungunternehmerInnen, die einen Betrieb übernehmen möchten.

Wie kann ich profitieren?

Lean launch Pads

Im Rahmen des Businessplan Wettbewerbs werden Ihnen sechs launch pads angeboten. Das nötige Basiswissen zu den einzelnen Elementen des Businessplans wird Ihnen vermittelt. Es lohnt sich an den lehrreichen Trainings teilzunehmen.

Workshop, Coaching und Netzwerke

Nutzen Sie die Gelegenheit bei den verschiedenen Veranstaltungen Erfahrungen mit den anderen Teilnehmern auszutauschen und interessante Persönlichkeiten aus der Wirtschaft und dem Startup Umfeld kennenzulernen. Gerne dürfen Sie auch persönliche Coachings mit dem KMU Zentrum wahrnehmen.

Preise

Erstmals werden die besten fünf Businesspläne mit Awards ausgezeichnet und mit insgesamt CHF 40’000 an Preisgeldern prämiert. Zudem werden attraktive Sonderpreise vergeben:

  1. Platz: Preisgeld CHF 15’000
  2. Platz: Preisgeld CHF 10’000
  3. Platz: Preisgeld CHF 8’000
  4. Platz: Preisgeld CHF 5’000
  5. Platz: Preisgeld CHF 2’000

Alle prämierten Teams erhalten auch den begehrten «launch it»-Award.

Quelle: Jessica Nigg, Liewo, 1FL TV 

Start-ups präsentieren sich am LIM vor rund 200 Gästen

Am Liechtensteiner Investitionsmarkt haben am Dienstag, 24. November 2015, sechs Start-ups aus Liechtenstein, der Schweiz und Tschechien ihre Geschäftsideen vor rund 200 Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft präsentiert. An der Tagung sprachen unter anderem Google-Schweiz-Geschäftsführer Patrick Warnking, Standortförderer Remo Daguati und Liechtensteiner Start-up-Förderer.

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Adrian Hilti, Urs Sprenger, Patrick Warnking, Landtagspräsident Albert Frick, Regierungschef-Stellvertreter Thomas Zwiefelhofer, S.D. Erbprinz Alois von und zu Liechtenstein, Christian Hausmann, Christian Wolf

Zum vierten Mal hat der Verein Liechtensteiner Investitionsmarkt eine Tagung organisiert, um Unternehmen auf Kapitalsuche mit Investoren zusammenzubringen. Eröffnet wurde der LIM von Regierungschef-Stellvertreter und Wirtschaftsminister Thomas Zwiefelhofer. Höhepunkt der Tagung war der Auftritt von Patrick Warnking, Geschäftsführer von Google Schweiz. Warnking beleuchtete das enorme Zukunftspotenzial von digitalen Geschäftsmodellen und ging dabei auch auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ein. Anschliessend diskutierten Vertreter aus Wirtschaft und Verwaltung darüber, warum sich Investitionen am Wirtschaftsstandort Schweiz und Liechtenstein nach wie vor lohnen. An der Gesprächsrunde nahmen Standortförderer Remo Daguati (Switzerland Global Enterprise), Unternehmer Urs Sprenger (Neutrik) und Start-up-Coach Christian Wolf (BDO) teil. Schliesslich erklärte der Liechtensteiner Adrian Hilti, wie er die Lernsoftware Busuu mitgründete und erfolgreich Investoren für sein Start-up gewinnen konnte.

Innovative Geschäftsideen

Im Mittelpunkt der Tagung standen die Präsentationen der Start-ups. Sieben Jungunternehmen auf Kapitalsuche konnten ihre Geschäftsidee im Rahmen von Pitches vorstellen. Dazu gehörten auch drei Start-ups aus Pantec Biosolutions, Dropjet und Coobx aus Liechtenstein. Das Ruggeller Unternehmen Pantec Biosolutions beispielsweise entwickelt ein neues Lasergerät für die Medizinaltechik. Das Gerät soll dabei helfen, Medikamente über die Haut zu verabreichen und Hautprobleme zu behandeln.

Zum Abschluss der diesjährigen Tagung stellte Roland Betschart von der Zurich Versicherung den Klimapreis 2015/2016 vor. An diesem Wettbewerb, welcher sich speziell auch an Start-ups richtet, werden jedes Jahr die besten Klimaprojekte in der Schweiz und Liechtenstein gekürt. Beim grosszügigen Networking-Apéro bot sich den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ausserdem die Gelegenheit, weitere Start-ups an ihren Ständen zu besuchen und Erfahrungen auszutauschen. An der Tagung über 200 Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft teil. Die Veranstaltung steht unter dem Patronat der Liechtensteiner Regierung und wird von zahlreichen Partnern unterstützt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Verein Liechtensteiner Investitionsmarkt.

Quelle: Regierung Liechtenstein