Frankenstärke spornt zu Produktivität an

Der starke Franken stellt exportorientierte Schweizer Unternehmen zwar vor grosse Probleme. Dennoch sieht Daniel Küng, Chef der Aussenwirtschaftsförderungsorganisation Switzerland Global Enterprise, auch Vorteile.

Kurzfristig betrachtet sei die Aufwertung des Frankens nicht gut für die Schweizer Wirtschaft, sagt Küng im Interview mit der „NZZ am Sonntag“. „Längerfristig hat aber eine graduelle, kontinuierliche Aufwertung durchaus auch volkswirtschaftliche Vorteile: Sie bringt die Unternehmen dazu, stets die Produktivität zu erhöhen.“

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„Längerfristig hat aber eine graduelle, kontinuierliche Aufwertung durchaus auch volkswirtschaftliche Vorteile: Sie bringt die Unternehmen dazu, stets die Produktivität zu erhöhen.“: Daniel Küng, Chef der Exportförderungsorganisation Switzerland Global Enterprise. (KEYSTONE/PHOTOPRESS/OBS/SKO/RENATE WERNLI, ZÜRICH)

Es sei bewundernswert, was die Schweizer Unternehmen in jüngster Zeit geleistet hätten, um konkurrenzfähig zu blieben. Mit den bisherigen Massnahmen zur Abfederung der Frankenstärke haben die Firmen laut Küng viel erreicht. „Sie sind aber noch nicht über den Berg.“

Zudem sieht Küng auch Gefahren bei der Anpassung an die neue Situation. Viele Unternehmen hätten alles daran gesetzt, ihre Marktanteile zu halten und dies über Einbussen bei der Gewinnmarge finanziert. In einer Umfrage von Switzerland Global Enterprise gaben knapp drei Viertel der exportorientierten kleinen und mittelständischen Unternehmen einen Margenrückgang an, ein Drittel davon einen starken Einbruch der Margen.

„Es ist sicher sinnvoll, die Marktanteile zu verteidigen. Aber die tieferen Margen führen auch dazu, dass die Investitionen in Innovation, in die Erneuerung der Produktionsmittel geringer ausfallen werden“, sagt Küng. Das beeinträchtige mittelfristig die Wettbewerbsfähigkeit.

Viele Betriebe wollen sich laut Küng nun verstärkt internationalisieren. Auch Switzerland Global Enterprise rät auslandorientierten Firmen, die Absatzmärkte zu diversifizieren und sich nicht zu einseitig nur auf Europa zu konzentrieren. Chancen sieht der Exportförderer in Ländern mit starkem Wachstum der Mittelschicht, etwa in Asien, Lateinamerika und teilweise in den Golfstaaten.

Quelle: (sda), Liechtensteiner Vaterland

Brauhaus stellt «Alpagold» vor

«Bodaschtendig, gradlinig und huara söffig» lautet der Slogan der ab heute erhältlichen neuen Biersorte des Liechtensteiner Brauhauses. Das Lagerbier mit dem Namen «Alpagold» ist allerdings nicht die einzige Veränderung, die im Brauhaus vorgenommen wurde.

Brauhaus präsentierte sein neues Bier. (Daniel Ospelt)

Brauhaus präsentierte sein neues Bier. (Daniel Ospelt)

Erstmals seit der Gründung vor acht Jahren frischt das Liechtensteiner Brauhaus die Marke und das Sortiment auf. Am Freitag präsentierte das Team der Brauerei vor Presse und Gastronomen die vorgenommenen Neuerungen. Die wichtigste Veränderung: Das bestehende «Krona» wird in Zukunft vom Premium Lagerbier «Alpagold» ersetzt. Wie der Name schon sagt, werden Heimat- und Traditionswerte nach wie vor grossgeschrieben – allerdings wurde im Zuge von technischen Investitionen das Brauverfahren umgestellt und das Bier kommt mit komplett neuer Rezeptur und in einer innovativ konzipierten Flasche daher. Auch das restliche Sortiment wurde überarbeitet: Die bekannten Spezialbiere heissen neu «Liechtensteiner Hells» nach Münchner Art und «Liechtensteiner Weiza». Das Logo des Liechtensteiner Brauhauses wurde ebenfalls neu designt und soll dadurch mehr «Handmade»-Charakter vermitteln.

Mehr in der Print- und ePaper-Ausgabe des «Liechtensteiner Vaterlands» vom Samstag.

Quelle: (sdc) Liechtensteiner Vaterland